27. September 2016

Der Leseratz nagt an: Calendar Girl "Verführt"

Ihr Lieben, es hilft nichts, es musste eine neue Rubrik hier im Blog her, sonst platze ich! Eine normale Rezension wird "Calendar Girl" einfach nicht gerecht, daher habe ich mir für euch "Der Leseratz nagt an" ausgedacht.


Es ist ja nicht so, dass ich nicht gewarnt worden wäre, aber eine gewisse Restneugier bleibt bei mir immer, wenn ein Buch sich längere Zeit bei uns in den Taschenbuch-Bestsellerlisten hält ... Da will ein Teil von mir offensichtlich einfach zu hartnäckig wissen, was die Leute daran gut finden. Mein Freund grinst sich mittlerweile schon immer eins, wenn ich wieder mit einem Erotik-Buch aus der Bib komme - ich schätze, das sagt eh schon alles :).



Das Buch


Autorin: Audrey Carlan
Titel: Calendar Girl "Verführt"

Klappentext:
Mia Saunders braucht Geld. Viel Geld. Eine Million Dollar, um ihren Vater zu retten. Er liegt im Krankenhaus, weil er seine Spielschulden nicht begleichen konnte. Um die Summe aufzutreiben, heuert Mia bei einer Agentur an und lässt sich als Begleitung buchen. Ihre Gesellschaft kostet 100.000 Dollar pro Monat. Sex ist ausdrücklich nicht Teil des Deals – leicht verdientes Geld! Und der Liebe hat Mia sowieso abgeschworen. Als sie ihrem ersten Kunden, dem Hollywood-Autor Wes Channing, gegenübersteht, ist schnell klar: Zwischen den beiden knistert es gewaltig. Vor ihnen liegt ein Monat voll heißer Leidenschaft. Doch Mia darf sich nicht verlieben. Denn Wes ist nur Mr Januar…

"Calendar Girl" ist eigentlich eine zwölfteilige Reihe, die in den USA ursprünglich monatlich erschien. Im Deutschen sind für die Veröffentlichung als Print-Ausgabe vier Bücher vorgesehen (die jeweils drei Monate enthalten), während die Monate in der E-Book-Ausgabe auch einzeln zu haben sind (genauso wie die Hörbuch-Fassungen).



Bevor wir anfangen: Hier noch die übliche Spoiler-Warnung (Und das ist eine wirklich eine Warnung, denn ich nehme mir kein Blatt vor den Mund!), ich werde sowohl über die Charaktere als auch die Handlung und einzelne Szenen des Buches schreiben - lesen also auf eigene Gefahr!



Eines noch vorab


Da ich mir nicht viel von dem Buch erwartet habe, dachte ich mir, das wird lustig, du markierst ein paar Stellen mit Post-its und schreibst ein paar beißende Bemerkungen auf Twitter ... Tja, der Plan ging leider nicht auf. Denn am Ende hatte ich so viele Post-its in dem Buch kleben, dass ich mir gedacht habe, das wird nix, da werd ich ja zum Spammer, wenn ich das alles raushaue :D.

23. September 2016

Das war ... Stadtlesen 2016

Voriges Jahr entdeckte ich Stadtlesen das erste Mal für mich, dieses Jahr hatte ich mir das fragliche Wochenende im September daher schon rechtzeitig in meinen Terminkalender eingetragen. Bereits am Mittwoch Abend waren die ersten Sitzkissen und -säcke aufgestellt worden, die sofort in Beschlag genommen wurden :).


So richtig los ging es aber erst am Donnerstag, der gleichzeitig auch das bibliophile Highlight dieses Jahr darstellte. Andreas Gruber, der bekannte und erfolgreiche Thriller-Autor, beehrte uns und stellte uns sein aktuelles Buch "Todesmärchen" vor. Gleichzeitig markierte der Abend für ihn auch den Beginn seiner Lesereise, wie er uns gleich am Anfang verriet.

Gott sei Dank spielte auch das Wetter mit, es bescherte uns Zuschauern einen richtig lauen Abend, den Andreas sowohl mit kurzen Leseausschnitten als auch kleinen Anekdoten aus seiner Karriere sehr kurzweilig füllte :).


Ich habe mal versucht, aus dem Gedächtnis ein paar der Dinge wiederzugeben, die Andreas im Lauf des Abends erzählt hat:

19. September 2016

Rezension Kristin Hannah - Die Nachtigall

Ich hatte dieses Buch schon auf dem Radar, als die ersten Fotos der Lovelybooks-Special Edition auf Instagram auftauchten. Selten habe ich so ein stilvoll gestaltetes Päckchen gesehen, daher habe ich mich umso mehr gefreut, als diese Box für die Leserunde auf LB verlost wurde und ich eine der glücklichen Gewinnerinnen sein durfte!

Zum Inhalt:


Vianne und Isabelle sind Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, ist Vianne bereits verheiratet und hat eine Tochter, während Isabelle wieder einmal aus einer Schule für wohlerzogene Mädchen geworfen wird. Während Vianne darauf hinarbeitet, ihre kleine Familie am Leben zu erhalten, schließt sich Isabelle dem Widerstand an, um für ein freies Frankreich zu kämpfen ...

Meine Meinung:


Ich weiß nicht, wie es euch geht, wenn ihr schon wirklich lange Bücher lest. Ich habe jedenfalls sehr häufig das Problem, dass ich mir immer wieder denke, dass bestimmte Stoffe einfach schon mal da waren ... Dieses Gefühl, quasi eine Nacherzählung eines Stoffes zu lesen, begleitet mich mittlerweile schon sehr lange in meinem (Leser)Leben. Umso wertvoller und teurer werden mir diese wenigen Bücher, die mich trotzdem immer noch abholen können. Die Bücher, Die mich mitreißen, die in mir emotionale Achterbahnfahrten auslösen, weil sie etwas ganz Besonderes sind. Bücher, über die ich noch nach dem Lesen nachdenke, auch wenn ich die letzte Seite schon vor einer ganzen Weile umgeblättert habe.

Ich gebe zu, dass ich nicht mitbekommen habe, dass "The Nightingale" (So heißt das Buch im englischsprachigen Raum) bereits 2015 einen wahren Begeisterungssturm ausgelöst hat, aber in der Zwischenzeit kann ich es nachvollziehen. Die Autorin versteht es, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs in Frankreich anhand der Schicksale dieser beiden Frauen zu erzählen, ohne den moralischen Finger zu erheben. Sowohl Vianne als auch Isabelle versuchen auf ihre Art und Weise, etwas für ihr Land, ihre Freunde und Familien zu tun - und haben damit mal mehr, mal weniger Erfolg. Aber auch die Deutschen werden nicht über den Kamm geschoren, wie überall gab es auch hier gute und schlechte Menschen, wie die Nebenfiguren Beck und von Richter sehr schön zeigen.

Nichtsdestotrotz stellt jeder Krieg ein unverstellbares Grauen dar, ich musste schon zu Beginn mehrmals schlucken, als um das Schicksal der Flüchtlinge ging. Parallelen zur Gegenwart sind hier wohl durchaus beabsichtigt - und wir dürfen wirklich froh sein, dass wir in einem friedlichen Land leben, in dem es uns gut geht und wir nicht Hunger leiden müssen ...

Dieses Buch hat mich beim Lesen zum Teil sehr aufgewühlt, hat mich nicht schlafen lassen, und trotzdem sage ich: Es ist eines der besten, das in den letzten Jahren bei uns auf den Markt gekommen ist! Wenn ihr nur ein Buch im Jahr lest (Was ich natürlich nicht hoffe), dann nehmt dieses und lasst euch mitnehmen in eine Zeit, die gleichzeitig wohl eine der dunkelsten, aber auch eine der hellsten der Menschheitsgeschichte ist ...

Ob Vianne und Isabelle wirklich gelebt haben, weiß ich übrigens bis heute nicht. Aber das Nachwort lässt darauf schließen, dass sich die Autorin zumindest von echten Personen inspirieren hat lassen. Beide Figuren hätten also auf jeden Fall existieren können - und das ist das einzige, was zählt, denn es bedeutet, dass wir Menschen auch heute noch dieses Potenzial haben, über uns hinauszuwachsen und Gutes unter Einsatz des eigenen Lebens zu tun.

Also, ganz gleich, was ihr sonst noch in diesem Jahr auf eurem SuB habt: LEST DIESES BUCH!

Mein Fazit:


Ich lasse mich selten wirklich so sehr mitreißen, aber dieses Buch hat auch bei uns das Zeug zu einem echten Bestseller - fünf Sterne sind noch zu wenig!

Meine Bewertung:


15. September 2016

Graz als #booktown

Schon vor einer Weile haben wir auf Facebook darüber diskutiert, ob wir nicht mal unsere Heimatstadt bzw. unser Wahrzeichen in Verbindung mit unserem Lesestoff zum Thema machen wollen. Wir - das sind die Mitglieder der Gruppe "BuchbloggerInnen Rot-Weiß-Rot". Wie es aber häufig passiert, wenn man einen Termin ins Auge fasst und ihn nicht notiert: Man vergisst ihn ... So ging es auch mir, aber vorgestern wurde ich Gott sei Dank noch rechtzeitig daran erinnert :).

Das Wahrzeichen von Graz: Der Uhrturm
Gestern Früh schoss ich daher bereits zuhause die ersten Bilder, für den Abend packte ich dann zwei weitere ein, die ich fürs Fotoshooting nutzen wollte. Das eine habe ich schon gelesen, passte meiner Meinung nach aber perfekt zum Thema. Das andere wird von mir gerade gelesen - und ist von einem österreichischen Autor.


Infos zum BuchInfos zum Buch

Ich schleppte mich also brav auf unseren Schlossberg (Bei dem schwülen Schwetter ein wirklicher "Spaß"!) und machte gleich auch noch ein paar Bilder beim Aufstieg. Es gibt hier ja jede Menge wunderschöne Plätze zum Lesen, die auch sehr verführerisch gewesen wären, hätte im Westen sich nicht eine dunkle Wolke sehr bedrohlich angekündigt ...


Trotzdem hab ich verschiedene Stellen ausprobiert, um unser Wahrzeichen zusammen mit den Büchern in Szene zu setzen. Die Touristen werden sich wohl was gedacht haben, aber mir war's ziemlich egal - Spaß hat's durchaus gemacht und ich kam mir fast wie ein kleiner Profi vor :).


Ich vermute, ich hätte wahrscheinlich auch noch munter weiter fotografiert, wenn nicht der Akku des Handys dabei endgültig zur Neige gegangen wäre ... Nachfolgend noch ein paar Eindrücke, die ich zu einer Collage verbastelt habe:


Gelernt habe ich dabei sogar auch noch etwas, ich wusste nämlich nicht, dass bei uns auch am Schlossberg Herbstzeitlosen wachsen.

Und noch ganz zum Schluss der Hinweis auf Instagram: Ich werde so nach und nach ein Best of der Bilder dort veröffentlichen - freut euch drauf!

13. September 2016

Gemeinsam lesen / 13.09.2016

Fünf Monate ist es schon her, dass ich das letzte Mal bei "Gemeinsam lesen" mitgemacht habe ... FÜNF Monate! Ich schreib jetzt nicht den Satz, der sonst immer an dieser Stelle kommt, besser nicht, nein, denn sonst fange ich an mich in jedem "Gemeinsam lesen"-Beitrag zu wiederholen ;).


Heute stelle ich wieder einmal Hörbuch vor, dass vor zwei Tagen bei mir einziehen durfte.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich habe mit "Die Wahrheit", dem neuen Buch bzw. Hörbuch von Melanie Raabe angefangen. Aktuell stehe ich erst ganz am Anfang, bin also erst bei ca. 9 Prozent des Hörbuchs.

Klappentext:
Vor sieben Jahren ist der reiche Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Seine Rückkehr löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle: Was wird werden? Gibt es noch eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah. Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes Leben …
Gelesen von den prominenten Schauspielern Nina Kunzendorf, Andreas Pietschmann und Devid Striesow.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Äußerlich war alles wie immer, doch die Dinge hatten ihre Selbstverständlichkeit verloren nach dieser ... dieser Sache."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Es gab ja mittlerweile schon einige Rezensionen zu dem Buch, die zum Teil eher verhalten waren. Auch wenn ich jetzt nicht sicher bin, ob mir das Ende gefallen wird, freue ich mich trotzdem auf den Rest der Geschichte :).

Ach ja, für alle, die ebenfalls das Hörbuch genießen wollen: Es gibt (wieder einmal) zwei Fassungen. Eine ungekürzte exklusiv bei Audible und eine gekürzte, die es im Buchhandel zu kaufen gibt. Die ungekürzte Fassung kommt auf eine Länge von 9 h 24 min, während die gekürzte eine Länge von 8 h 3 min hat.

4. Hast du schon Blogs gelesen, bevor du selbst Blogger wurdest?

Nachdem dieses Buchblog nicht das erste Blog ist, was ich betreibe - ganz klar: ja. Bevor ich mit dem Buchblog angefangen habe, habe ich aber keine Buchblogs gelesen, sondern hauptsächlich Blogs in beruflichem Kontext oder Blogs von Bekannten und Freunden.

6. September 2016

Lesemarathon #wklm2016

Vielleicht erinnert ihr euch noch, aber Kerstin von Wörterkatze hat letztes Jahr einen tollen Lesemarathon veranstaltet, bei dem ich gerne mitgemacht habe. Die Ankündigung für dieses Jahr habe ich leider irgendwie nicht mitbekommen (Muss wohl der Urlaub gewesen sein?), aber zumindest den Start gestern.

Daher habe ich mich spontan noch gemeldet, um auch dieses Jahr wieder mit dabei zu sein. Im Gegensatz zum letzten Jahr werde ich aber nicht jeden Tag ein neuen Beitrag schreiben, sondern hier einzelne Updates machen. Es wird am Ende also einen langen Text geben, der in dieser Woche nach und nach anwachsen wird. Wenn ihr zeitnah Updates lesen wollt, wie es mir mit dem Lesemarathon geht, folgt mir auf Twitter oder sucht nach dem Hashtag #wklm2016, wenn ihr wissen wollt, wie es uns allen beim Lesen geht :).

Tag 1


Zu jedem Tag stellt Kerstin übrigens eine Frage, für den ersten Tag möchte sie folgendes von uns wissen:

Was habt ihr euch für diese Woche vorgenommen?

Da mein SuB jetzt schon richtig schön schlank ist, möchte ich einfach mal drauf los lesen. Auf meinem Nachttisch liegt der dritte Teil von "Throne of Glass", von dem ich schon 50 Seiten am Sonntag gelesen habe, auf meinem Handy läuft der dritte Teil der Hörbuchfassung von G.R.R. Martins "Das Lied von Eis und Feuer". Die Abstimmung beim letzten Literaturplausch war in dieser Hinsicht nämlich ziemlich eindeutig - vielen Dank an alle, die abgestimmt haben!


Mein Fortschritt

Der Tag war für mich leider nicht sehr erfolgreich. Das war nicht grad mein Tag, aber zumindest habe ich es noch geschafft, mein Päckchen mit dem Gewinn der Lovelybooks-Special Edition von "Die Nachtigall" abzuholen. Danach hatten mich leider die Kopfschmerzen, die sich bereits am Nachmittag angekündigt hatten, ziemlich im Griff, weswegen ich nur eine gute Stunde Hörbuch gehört habe - mehr war einfach nicht drin ...

5. September 2016

Tops & Flops / 08.2016

Mit ein bisschen Verspätung stehen euch heute meine Tops & Flops für den August ins Haus :). Welches Buch sich bei den Flops einreihen würde, wusste ich schon relativ bald, die Tops waren allerdings weniger eindeutig. Aber das ist grundsätzlich ein gutes Zeichen, wenn ich nicht weiß, welches Buch ich an die Spitze setzen soll, denn dann gibt es mehrere Titel, die diese Position verdient haben!


Der August hat für mich gleich zwei Bücher gebracht, auf die ich wirklich mit Ungeduld hingefiebert habe, dementsprechend tat ich mir bei der Wahl dieses Mal ein bisschen schwer, welches Buch mein Top-Buch werden würde ...

Top des Monats: Gelesenes

Knapp gewonnen hat "Todesmärchen" vor "Elanus" und dem neuen Harry Potter-Roman, sorry, Theaterskript. Ich sehe schon, da hab ich mir was eingehandelt, wenn ich mich für ein Buch entscheiden muss ... "Todesmärchen" wartet im Verhältnis aber mit den meisten Überraschungen und den unterhaltsamsten Szenen auf, deswegen küre ich es für den August zu meinem Top-Buch.


Wer die Reihe um Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez noch nicht kennt, sollte sich unbedingt einmal "Todesfrist" bzw. "Todesurteil" genehmigen! Auch wenn die Bücher einzeln gelesen werden können, versteht man viele Details einfach besser, wenn man die Vorgeschichte kennt - besonders die  Entwicklung der Figuren lässt sich viel besser nachvollziehen.

Top des Monats: Gehörtes

Bei den Hörbüchern muss ich dieses Mal tatsächlich ein Erotik-Buch vorstellen. Nach "Royal Passion" (dazu gleich mehr beim Flop) dachte ich mir, dass ich mir jetzt "The Club - Flirt" auch gleich noch geben kann, viel schlechter kann es ja nicht werden :D. Vielleicht hat mich dieser erste Teil der "Club"-Reihe deswegen positiv überrascht?


Zwar tauchen auch hier einige Klischees auf, manche Teile der Story sind vorhersehbar (Ich sag nur: Orgasmus!), aber trotzdem hat mir dieses Buch eigentlich gut gefallen. Zwar verfällt Sarah gleich zu Beginn in recht anstrengende Schwärmereien für Jonas, trotzdem bleibt sie aber erst mal Realistin und legt es nicht drauf an, Jonas tatsächlich kennenlernen zu wollen. Und obwohl Jonas am Anfang mit seinem Gott-Komplex für mich nur zum Lachen war, wird sein Charakter bald vielschichtiger ...

Flop des Monats

Der Flop des Monats kommt ebenfalls aus der Erotik-Ecke: "Royal Passion". Hier hätte ich doch meinen Instinkten vertrauen und das Buch gar nicht erst anfangen sollen. Selten habe ich so lange für ein Buch gebraucht, aber mehr als drei Kapitel habe ich nie geschafft, ohne den Reader erst mal zur Seite zu legen. Warum? Weil drei Kapitel gleich wieder ausgereicht haben, um mich auf 180 zu bringen! Gut, ich weiß ja, es ist Erotik, klar, dass die Protas wider jede Vernunft sofort aufeinander abfahren, weil sie ja sonst nicht im Bett miteinander landen, aber es wurde mit der Zeit wirklich unerträglich.


Clara mutiert zu einem von ihren Trieben gesteuerten Dummchen, dass schon feucht wird, wenn sie an Alexander nur denkt - und er rennt offensichtlich sowieso mit einem Dauerständer durch die Gegend. So schnell wie in diesem Buch habe ich noch nie angefangen, die Sexszenen zu überblättern! Da war absolut nichts erotisch daran, mit der Zeit empfand ich sie nur noch lieblos, genauso wie die dünne Story und die langweiligen Dialoge ... Jeder Cora-Roman ist wahrscheinlich besser geschrieben, was hier zwischen zwei Buchdeckel gepresst wurde, ist wirklich schlimm!

25. August 2016

Literaturplausch - die Sommer Ausgabe #3

Was schreibt man nach einem Beitrag, der auf meinem Blog die Zugriffszahlen explodieren hat lassen? Offensichtlich hat "Gutes Deutsch" bei euch einen Nerv getroffen, oder? Hätte ich gar nicht gedacht, das gebe ich zu, dass euch das wirklich interessiert ...


Ich habe deswegen aber nicht vor, zu einem zweiten Bastian Sick werden, dazu liebe ich Bücher viel zu sehr und quatsche bzw. schreibe darüber viel zu gern :). Deswegen gibt es heute wieder einen Literaturplausch, wo ich euch vorstelle, was ich in den letzten Tagen gelesen bzw. gehört habe. Es wird wahrscheinlich auch der letzte in diesem Sommer sein, weil ich nächste Woche dann Urlaub habe - juhu! Meine Tops & Flops für den August wird es dann auch erst mit etwas Verspätung geben ...

#read


In den letzten Tagen hatte ich leider nicht so extrem viel Zeit zum Lesen, weswegen dieser Teil dieses Mal etwas kürzer ausfallen wird. Beendet habe ich gestern eigentlich nur Andreas Grubers neuen Roman "Todesmärchen", den ich das letzte Mal schon bei den Neuzugängen vorgestellt habe. Ich habe zwar nicht bei der Leserunde gewonnen, habe aber beschlossen, mit eigenem Buch an der LR teilzunehmen.

Andreas Gruber - Todesmärchen

"Todesmärchen" ist der dritte Teil der "Todes"-Reihe. Wer allerdings die ersten beiden Bücher nicht kennt, kann dieses Buch trotzdem lesen. Es gibt zwar vereinzelt Anspielungen auf die früheren Bücher, aber der aktuellen Geschichte kann man folgen, ohne "Todesfrist" (Band 1) bzw. "Todesurteil" (Band 2) zu kennen.

Wer allerdings keine Thriller mag, wird mit diesem Buch wohl weniger anfangen können. Vor allem bei den Morden schöpft Andreas wieder einmal aus dem Vollen, da könnten sich manche Serienmörder bei seiner Phantasie wieder einmal etwas abschauen (fürchte ich) ...

Empfehlen kann ich das Buch aber allen Lesern, die auf ungewöhnliche Figuren stehen. Maarten S. Sneijder ist beileibe kein alltäglicher Ermittler! Vordergründig unfreundlich, dass sich die Balken biegen, arrogant, intelligent, schwul, kiffend ... Und trotzdem gibt es Momente, wo der Mensch hinter dem Ermittler hervorkommt, Momente, die man nur lieben kann.

Einzig und allein der Cliffhanger am Ende hat mein Lesevergnügen etwas getrübt, was Sneijder da tut, kommt mir ziemlich untypisch für ihn vor - aber gut, es sorgt auf jeden Fall dafür, dass die Spannung gewahrt bleibt!

#reading


Angefangen habe ich diese Woche einen weiteren Roman, der sich nach einem ganz interessanten Thriller angehört hat:

Matthias Jösch - Phoenix: Unsere Rache wird euch treffen

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dieses Buch über ein Jahr auf meinem SuB gelegen hat. Leider! Eigentlich wollte ich das gar nicht, aber als ich es bekommen habe, konnte ich meine Lesegewohnheiten noch nicht so richtig einschätzen. Bis jetzt bin ich aber noch nicht sehr weit gekommen, als dass ich viel zu dem Buch sagen könnte, weil sich Andreas mit seinem Roman dazwischen gedrängt hat.

Auf jeden Fall ist es der zweite Teil zu einer anderen Geschichte mit demselben Ermittler, denn bereits am Anfang tauchen jede Menge Anspielungen auf diese frühere Geschichte auf. Das Tempo ist auf jeden Fall ganz schön hoch, der Schreibstil kommt mir zum Teil sogar etwas gehetzt vor ... Nachdem ich allerdings erst 15 Prozent gelesen habe - mal sehen.

#listening


Den zweiten Teil von "Game of Thrones" habe ich in der Zwischenzeit zu Ende gehört, jetzt bin ich allerdings unschlüssig, wie ich weiter machen soll. Eine Überraschung war für mich auf jeden Fall der erste Teil der "Club"-Reihe. Nach "Royal Passion" dachte ich mir eigentlich, noch schlimmer kann's nicht werden, schiebst du "The Club: Flirt" von Lauren Rowe gleich hinterher. Und was soll ich sagen? Im Vergleich war es tausend Mal besser, auch wenn auch hier einige Klischees auf den Leser bzw. den Hörer warten :).

Neugierig bin ich aber auch auf die Hörbuchfassung von "Calendar Girl", gebe ich zu. Als Buch hat es mich zwar nicht so angesprochen (und das ist noch freundlich formuliert), aber vielleicht kann die Hörbuchsprecherin aus der Geschichte noch etwas machen. Und das Gute ist, dass ich hier nach dem ersten Monat aufhören kann, wenn ich möchte. Es scheint nämlich zwei verschiedene Hörbuchfassungen zu geben: Eine, die den Büchern folgt, wo immer drei Monate zusammengefasst erscheinen, und eine, wo man jeden Monat einzeln verfolgen kann.

Zur Auswahl stehen im Moment also gleich drei Titel, in die ich alle ein bisschen hineingehört habe, im Moment aber unschlüssig bin, welchem der drei ich meine Aufmerksamkeit zuerst schenken sollte:

Das Lied von Eis und Feuer 3The Club MatchCalendar Girl: Januar

Was meint ihr? Welches Hörbuch sollte ich als erstes hören?



#newin


Ich glaube, ich habe beim letzten Mal ganz vergessen, meine Neuzugänge aus meiner letzten Bestellung vorzustellen. Es wandern aber nicht alle davon auf den SuB ...

Sir Arthur Conan Doyle - The Complete Sherlock Holmes

Als Sherlock Holmes-Fan kann ich nicht anders: Es ist eine englischsprachige, in Leder gebundene Ausgabe des kompletten Werks in mein Regal gewandert. Wenn ihr die Haptik eines Buches liebt, sind diese Bücher für euch ein Muss. Warum Bücher? Weil es eine ganze Reihe von dem Verlag gibt, wo lauter Klassiker in Leder gebunden veröffentlich worden sind. Ich habe mir allerdings nur diese eine Ausgabe geholt. Das Cover alleine ist ja schon eine Augenweide, aber auch die Rückseite bzw. der Buchrücken sind ein Hingucker! Und der Buchschnitt ist vergoldet <3 <3.

Macht euch schon mal darauf gefasst, dass ich dieses Buch bestimmt noch einmal ausführlicher vorstellen bzw. zeigen werde, denn es ist einfach wunderschön anzuschauen :).

Katharina Mahrenholtz & Dawn Parisi - Krimi!

Im Vergleich zu "Literatur!" ist dieses Büchlein nur knappe 75 Seiten stark, aber ich war trotzdem neugierig darauf, was hier auf mich zum Thema auf mich wartet. "Literatur!" hatte mich ja schon sehr begeistert, jetzt durfte "Krimi!" auch noch bei mir einziehen.

Es hat im Vergleich zu "Literatur" ein kleineres Format, der Stil ist aber derselbe wie bei seinem großen Vorgänger, das habe ich beim Durchblättern schon gesehen. Einzelne Autoren und Bücher werden auf ein oder zwei Seiten vorgestellt, während andere nur eine Kolumne bekommen. Aufgelockert wird alles durch diverse Zeichnungen und Zahlen zum Thema.

Ich hoffe, dass ich nach meinem Urlaub dann dazukommen werde, mehr zu dem Buch zu schreiben, aber nachdem ich nicht vorhabe, meine Papierbücher mitzunehmen, wird es wohl noch etwas warten müssen ...

#woanders


Bei Claudia ist die Story hinter "Todesmärchen" erschienen. Vor allem für Gruber-Neulinge interessant, am besten hat mir aber der Link auf das (fiktive) Interview mit Maarten S. Sneijder gefallen. Lest es und amüsiert euch!

Für Elanus, das neue Buch von Ursula Poznanski, hat sich der Verlag etwas ganz Tolles einfallen lassen: Man kann quasi aus Sicht der Drohne über Rothenheim schweben, sie dabei virtuell steuern und einzelne Teile des Buches lesen bzw. hören. Ein Gewinnspiel gibt es natürlich auch noch :). Probiert es hier aus!

Auf meiner Facebook-Seite geteilt habe "Wir wollen alle dasselbe - oder doch nicht?", einen Artikel, der schön zusammenfasst, was wir Buchblogger uns von Autoren erwarten, wenn es um den ersten Kontakt miteinandergeht. Ich habe den Text mittlerweile auch auf meiner Kontakt-Seite verlinkt, weil ich ihn gut finde und den Eindruck gewonnen habe, dass nicht alle Autoren wirklich wissen, worauf es wirklich bei diesem "Erstkontakt" ankommt ...

19. August 2016

Gutes Deutsch: Was ihr in Buchblogs vermeiden solltet

Folgenden Text entdeckte ich vor ein paar Tagen auf Twitter:


Ein Teil von mir begann nach dem Lesen fast automatisch darüber nachzudenken, was ich eigentlich sonst noch sehr häufig falsch gesehen habe - und schon war die Idee für diesen Text da :).

Auf diesem Weg möchte ich mich außerdem bei allen bedanken, die mir bei Facebook mit weiteren Beispielen unter die Arme gegriffen haben! Wenn euch noch weitere Beispiele einfallen - nur zu! Ich freue mich über jeden Kommentar, der diese Liste hier ergänzt :). Ein extra Dankeschön geht auch an Susanne, die mir das Foto zur Verfügung gestellt hat!

© Susanne Halbeisen / Schnulzen und Schwerter

Die folgende Auflistung ist übrigens eine ganz subjektive - ich traue mich gar nicht schätzen, welche Fehler häufiger auftreten als andere ...

Rezession / Rezension

Wenn wir Buchblogger von einer Rezi sprechen, ist das eine Abkürzung für "Rezension". Rezension mit N! Ja, die "Rezession" klingt ähnlich, aber wir sprechen ja auch von Rezensenten und Rezensentinnen, von Rezensionsexemplaren und wenn wir ein Buch besprechen, rezensieren wir es. Wie kommt man dann auf die Idee, ausgerechnet die Buchbesprechung mit dem Rückgang der Konjunktur zu verwechseln? Wenn ihr eine Idee dazu habt, verratet es mir ...

16. August 2016

Rezension Ursula Poznanski - Elanus

Nach "Layers" (Rezi hier) legt Ursula Poznanski mit ihrem neuen Buch "Elanus" ein weiteres Buch nach, das im Technik-Umfeld spielt. Ging es bei Layers aber um Augmented Reality (Spätestens seit Pokemon Go sollte dieser Begriff nun in aller Munde sein :)), widmet sie sich dieses Mal Drohnen. Und greift damit ein Thema auf, das immer wieder Diskussionen sorgt. Daher habe ich wirklich mit zunehmender Ungeduld auf das Erscheinen dieses Buches gewartet ...

Zum Inhalt:


Jona ist 17 und so etwas wie ein technisches Wunderkind. Dies ermöglicht ihm, mit einem Stipendium auf der Victor-Franz-Hess-Universität in Rothenheim Technomathematik zu studieren. Da er sich mit sozialen Kontakten eher schwer tut, wohnt er auf Wunsch seiner Eltern bei einer Gastfamilie. Mit im Gepäck: Seine Drohne Elanus, die er schon bald nutzt, um eine Kommilitonin, in die er sich verschaut, ein wenig auszuspionieren ...

Meine Meinung:


Schon als ich das Cover das erste Mal gesehen und den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dieses Buch wollte ich lesen :). Es passiert mir wirklich eher selten, dass ich auf das Erscheinen eines Buches derart hinfiebere, aber es versprach einfach alles, was ich an Büchern mag. Ich habe mir dieses Mal sogar die Leseprobe verkniffen, weil ich darauf vertraut habe, dass ich ein wirklich gutes Buch bekommen würde ... Die ersten 150 Seiten habe ich dann auch mehr oder weniger gefressen, um dann etwas langsamer weiterzulesen, um die Geschichte richtig zu genießen.

Eines muss ich der Autorin wirklich zugute halten: Sie versteht es, die Spannung aufzubauen, mal hier, mal da einzelne Spannungsschnipsel einzuwerfen, die den Leser am Ball bleiben lassen. Schon bald will man einfach wissen, was da auf der Universität los ist, in welches Wespennest Jona mit seiner Drohne gestochen hat. Auf Details möchte ich jetzt gar nicht weiter eingehen, weil die meiner Meinung nach schon ein bisschen zu viel verraten. Wer sich übrigens viel technisches Know-How erwartet, sei gewarnt: Die Drohne ist mehr Mittel zum Zweck, um die Geschichte in Gang zu bringen. Theoretisch hätte Jona sicher auch andere Mittel finden können, um seine Umgebung zu beobachten und zu filmen ...

Der Hauptcharakter Jona macht es mir allerdings nicht einfach. Fand ich seine Art auf den ersten Seiten noch ungewöhnlich und erfrischend, wurde seine "soziale Unverträglichkeit" mit der Zeit etwas anstrengend. Die Art und Weise, wie er über seine Gastfamilie und seine Studienkollegen immer wieder herzieht, machten ihn mit der Zeit immer weniger sympathisch. Sein unerschütterliches Vertrauen in seine überragende Intelligenz, seine mangelnde Geduld in die Unzulänglichkeiten anderer überzeugten mich nicht so ganz, dass er im Lauf der Geschichte doch zumindest zwei Personen findet, die er mag. Besonders in der zweiten Hälfte des Buches musste ich leider auch seine vielgepriesene Intelligenz in Zweifel ziehen, da verhielt er sich in meinen Augen doch einige Male relativ dumm.

Die zweite Hälfte des Buches ist es auch, mit der ich ingesamt weniger zufrieden war: Mit zunehmender Ungeduld vermisste ich erste echte Fakten, dagegen gab es weitere Fragen und Rätsel, die für noch mehr Verwirrung sorgten ... Auch wenn ich mit der Zeit einen gewissen Verdacht hatte, lässt uns Ursula dieses Mal schon wirklich verdammt lang zappeln, was eigentlich los ist und warum sich alle Beteiligten so merkwürdig verhalten. Das Finale passiert eigentlich erst eher knapp vor dem Ende - und auch die Antworten auf die noch drängenden Fragen erhält der Leser erst auf den allerletzten Seiten. Das wirkte auf mich leider etwas hingeschustert, da wäre meiner Meinung nach definitiv mehr drin gewesen.

Ich will aber zum Schluss auch noch etwas Positives sagen: Einiges, was beispielsweise bei "Layers" wenig glaubwürdig rüberkam (Die Liebesgeschichte zum Beispiel), ist hier deutlich genauer und besser beschrieben. Hier kann der Leser deutlich besser nachvollziehen, wie und warum Jona das erste Mal echte Gefühle für jemanden entwickelt, weil sich die Handlung und damit das Kennenlernen der Charaktere langsamer aufbaut :). Kurz und gut: War "Layers" an manchen Stellen vielleicht zu rasant, war "Elanus" für mich das genaue Gegenteil :D.

Mein Fazit:


"Elanus" ist erfrischend anders als das, was derzeit auf dem Jugendbuch-Sektor so beliebt ist. Trotz Jonas schwierigem Charakter und der sich eher langsam aufbauenden Spannung habe ich den Roman wieder einmal verschlungen, weil ich Ursulas Schreibstil mag. Der Schluss schwächelt allerdings in meinen Augen, das hätte man besser lösen können, finde ich.

Meine Bewertung: