15. November 2017

Rezension Infographics Group - Sprache in Bildern

"Sprache in Bildern" aus dem Dudenverlag präsentiert laut Cover Zahlen, Fakten & Kurioses aus der Welt der Wörter. Für jemanden wie mich, der sich sehr viel mit unserer Sprache beschäftigt, war dieses Büchlein daher sofort etwas, worauf ich neugierig wurde.

Klappentext:


Welche Sprachen haben die meisten Sprecher? Wie buchstabiert man vorschriftsmäßig? Welche Wörter wurden wann in den Duden aufgenommen und welche wurden rausgeworfen? Wie nennen die Deutschen am häufigsten ihre Kindern, Hunde und Katzen? Was sagen die Wörter des Jahres über unsere Gesellschaft?

Überraschende, lustige und skurrile Fakten über die deutsche und andere Sprachen hat das Team von Golden Section Graphics in Grafiken übersetzt. So ist ein ungewöhnliches Buch entstanden, das eine ganz neue Perspektive eröffnet. Sprache ohne Sprache - das geht!

Meine Meinung:


Der Klappentext verspricht bei diesem Buch "Sprache ohne Sprache". Gut, das stimmt natürlich nicht ganz, aber die Infografiken helfen natürlich dabei, die Inhalte möglichst einfach und gut verständlich zu präsentieren. Es gibt dabei zu fünf verschiedenen Themenbereichen Bilder und Texte, die meistens über eine Doppelseite gestaltet sind:
  1. Buchstaben
  2. Wörter
  3. Namen
  4. Die deutsche Sprache
  5. Sprachen der Welt
Den Anfang macht die Information, woher sich überhaupt das Wort "Buchstabe" ableitet. Die Buche und der Buchstabe haben doch mehr gemeinsam, als es den Anschein hat. Danach geht es bereits los: Der Leser darf herausfinden, welche die häufigsten Buchstaben im Deutschen, Französischen, Englischen, Spanischen und Italienischen sind. Welcher der häufigste ist, ist keine große Überraschung, aber es gibt durchaus Unterschiede!

Und so geht es Themenbereich für Themenbereich weiter. Die Gestaltung lässt selbstverständlich zu, dass man nach Lust und Laune hin und her blättern kann, zwischen den einzelnen Themen springen kann. Nebenher lernt man ganz einfach, was Anagramme, Pangramme, Homonyme, Homografe, Palindrome oder Eponyme sind.

Wer schon immer wissen wollte, woher die meisten Fremdwörter in unser Sprache kommen, wird ebenso eine Antwort erhalten wie derjenige, der den Unterschied zwischen Anglizismen und Scheinanglizismen kennenlernen wollte. Gespickt mit einfach verständlichen Beispielen fällt es nicht schwer, auf Forschungsreise durch die Eigenheiten von Sprache zu gehen. Wer an so etwas Spaß hat, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen!

Einen kleinen Wermutstropfen sehe ich persönlich nur bei der Gestaltung der Infografiken. Einige sind meiner Meinung nach nicht so intuitiv gestaltet, dass man ohne Erklärung versteht, welche Information weitergegeben wird. Trotzdem wird man nicht im Regen stehengelassen, Farben und Icons werden ausnahmslos am unteren Rand der Grafiken erläutert. 

Übrigens: Wenn ich eine Lieblingsgrafik aus den 50 Stück herauspicken sollte, ist es wohl die letzte: "Ich liebe dich" auf Europäisch! Im Ungarischen ist das nämlich nur ein Wort, daher werde wohl sogar ich mir das merken können :).

Mein Fazit:


"Sprache in Bildern" ist ein kleines, aber feines Buch für alle, die Spaß daran haben, sich mit Sprache zu beschäftigen. Perfekt geeignet als kleine Aufmerksamkeit oder als Weihnachtsgeschenk!

  • ★★★★
  • Gebunden
  • 112 Seiten
  • Duden
  • 978-3411748877

12. November 2017

Mein 8 x 4 TAG

Lang ist es her, dass ich einen TAG gemacht habe, aber dank Monerl von monerlS-bunte-welt darf ich wieder einmal :).


Den 8 x 4 TAG habe ich schon auf dem einen oder anderen Blog gesehen, daher war mir das Prinzip schon vorher vertraut, zu jeder "Frage" vier Antworten zu geben.

4 Jobs, die du in deinem Leben hattest

- Landesarchiv
- Familienunternehmen
- Buchhandel

ehe ich mehr oder weniger dort gelandet bin, wo ich jetzt bin :)

4 Filme, die du dir immer wieder anschauen kannst

- James Bond mit Sean Connery
- Zurück in die Zukunft
- Indiana Jones
- TRON: Legacy

4 Orte, an denen du gewohnt hast

- Rosenheim
- Rastatt (bei Karlsruhe)

mehr habe ich hier nicht anzubieten ...

4 Serien, die du gerne siehst (gesehen hast)

- Die Nanny
- Sherlock Holmes (die alte Serie aus den 80ern mit Jeremy Brett)
- Sherlock
- Xena

4 Plätze, an denen du im Urlaub warst

- Australien (nach meinem Schulabschluss)
- Ägypten
- Italien
- Kreta

4 Webseiten, die du täglich besuchst

- Blog
- Facebook
- Twitter
- Instagram

4 deiner Lieblingsessen

- Schinkenfleckerl
- Nudel- und Reisgerichte (Da bin ich sehr flexibel!)
- Buddhistische Fastenspeise
- "Grie Soß"

4 Plätze, wo du im Moment gerne sein möchtest

- am Meer
- in der Wüste
- am Lieblingsplatz mit meinem Freund
- auf einem Berg mit einer tollen Aussicht



So, wer hat diesen TAG noch nicht gehabt? Ich bin hier ja immer dezent überfordert, wer a) überhaupt Lust hat bzw. b) den TAG noch nicht hatte. Daher holt ihn euch einfach, wenn ihr einen TAG machen wollt, okay?

9. November 2017

Die Frankfurter Buchmesse 2017 - meine Eindrücke

Wenn ich so einen Blick auf den Kalender werfe, muss ich feststellen, dass bereits gut vier Wochen seit der Buchmesse vergangen sind ... Tja, ab und zu will das Leben halt anders als man selbst, vierzehn Tage Krankenstand sorgten in der letzten Zeit dafür, dass ich erst mal andere Sorgen hatte.  Trotzdem möchte ich euch meine persönlichen Highlights nicht vorenthalten.


Wenn ihr nur Bilder schauen wollt, ich habe auf Google Photos ein entsprechendes Album erstellt, das ihr hier findet:


Meine reine Messezeit dauerte dieses Mal zwei Tage, Donnerstag und Freitag, weil ich bereits das letzte Mal beschlossen habe, dass ich mir den Wirbel während der Publikumstage am Wochenende nicht mehr antue. Den Samstag verbrachte ich tagsüber am BuCon, erst am Abend ging's in die Stadt zurück.

Der Donnerstag


Ich hatte außer der Lesung von Jürgen Albers für diesen Tag eigentlich keine Fixpunkt, daher konnte ich meine Messe sehr spontan gestalten (was mir persönlich nach wie vor mehr Spaß macht, als von einer Veranstaltung zur nächsten zu hetzen).


Am Vormittag traf ich mich mit Monerl von MonerlS-bunte-Welt und wir schlenderten gemeinsam durch Halle vier, wo unter anderem die asiatischen Stände untergebracht waren. Tolle Schätze gab es da zu entdecken, unter anderem auch ein komplett goldenes Buch, von dem es nachvollziehbarerweise nur eine kleine Auflage gibt.

 

Zu Mittag ging es dann zur bereits erwähnten Lesung von Jürgen. Leider hatte die Technik beim Stand von Tolino keine Chance gegen die übrigen Hintergrundgeräusche der Messe, weswegen selbst ganz vorne nur wenig zu verstehen war. Sehr, sehr schade, denn ich hatte den Eindruck, dass sich Jürgen wirklich sehr bemüht hat, eine schöne Lesung zu gestalten. Grüße auch an dieser Stelle an Mona von Tintenhain und Moni von Monis Zeitreise, war schön, euch kennengelernt zu haben!

Danach trafen sich die BBF-Clanmitglieder zu einem Kaffee am Random House-Stand (Man gönnt sich schließlich ja sonst nichts :D). Was wir uns unterhalten haben? Ich sag nur: Thalia Lesezeichen! Die Betroffenen werden wissen, was ich meine ;). Auch wenn Nise, Jürgen und ich uns ja grad erst im Sommer am LitCamp kennengelernt haben, war dieses Mal doch etwas mehr Zeit zum Unterhalten - Gott sei Dank.



Den Rest des Nachmittags ließ ich mich treiben, um verschiedene Eindrücke aufzusammeln, Lesungen, Diskussionsrunden, Verlagsstände in Halle drei anschauen ... Quasi im Vorbeigehen einen Salman Rushdie am Stand vom "Spiegel" zu erleben, das gibt es eben nur auf der Buchmesse :).

Der Freitag


Am Freitag hatte ich eigentlich gar kein Programm mehr, weswegen ich mich erstmal in Halle vier begab, um mir das von der Buchmesse beworbene "TheARTS+" anzusehen. Ein im Vergleich zur Messe leider eher weniger beachteter Teil, aber trotzdem interessant anzuschauen, weil sich einige Verlage bei der Gestaltung ihrer Stände wirklich angestrengt haben. Anders, aber toll!


Was mir wirklich immer wieder viel Spaß auf der Messe macht, ist "Druckfrisch". Ich weiß, dass Dennis Scheck durchaus umstritten ist, aber seine Art, Bücher zu besprechen, mag ich einfach. Seine Sprechweise, sein Gedächtnis (Da gibt es keinen Teleprompter, wo er Buchinfos abliest!), seine souveräne Art, live zu erzählen, das beeindruckt mich immer wieder. Nicht zu vergessen seine bunten Socken, jedes Mal bin ich wieder gespannt, was er tragen wird :D.


In der Mittagspause, die ich dank wunder Füße im Freien verbrachte, fiel mir auf einmal ein Zigarette rauchender Mann etwa 30 Meter entfernt von mir auf, der sich lebhaft mit einer jungen Dame unterhielt. Ein genauerer Blick - und wen sehe ich? Robert Menasse, der sich wahrscheinlich mit seiner Verlagsbetreuerin unterhalten hat. Auch das ist das, was für mich die Messe ausmacht, diese Begegnungen, mit denen man nicht rechnet, weil sie einfach spontan passieren.

Als beginnender Handlettering-Fan wollte ich außerdem am Nachmittag zur Signierstunde von Frau Hölle schauen. Die Schlange, die sich da schon aufgebaut hatte, ließ mich allerdings zurückschrecken und es bei ein paar Fotos bewenden. Wobei ich schon wieder grinsen musste, als ich beobachtete, wie Frau Hölle vom Tisch aufstand, um die wartenden Fans zu fotografieren. Ja, das passiert einem Autor wohl auch nicht jeden Tag :).


Überhaupt gab es viele interessante Bücher in Sachen Handlettering zu entdecken, gerade für Weihnachten wird einiges auf uns zukommen. An einem kleinen Stand, der eigentlich Manga-Utensilien verkaufte, nahm ich mir die Freiheit, ein Set aus Notizbuch mit schön dickem Papier, Brushlettering-Stiften und Glitzerstiften zu kaufen, das ich jetzt unbedingt einmal ausprobieren muss. Bin schon so gespannt darauf, wie es mir als Linkshänderin damit gehen wird!


Endlich habe ich es außerdem geschafft, bei der Greenlight Press vorbeizuschauen und Nadine Erdmann und Andreas Suchanek einmal persönlich zu treffen. Es ist doch immer noch was anderes, sich einmal von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, als immer nur in den sozialen Medien zu schreiben. Auf jeden Fall hat das Treffen meinen Vorsatz bestärkt, das Serien lesen wieder aufzunehmen ...

Der Samstag


Nach bereits zwei Tagen auf der Messe war ich tatsächlich froh, den Samstag etwas langsamer angehen zu können. Nach einem gemütlichen, späten Frühstück ging es zu Mittag nach Dreieich zum BuchmesseCon, den ich schon Jahre lang nicht mehr besucht habe. Und man kann sagen, was man will, aber der Con hat sich gemausert. Jede Menge Lesungen, viele Kleinverlage, die die Chance genutzt haben, ihre Bücher vorzustellen, sogar einige Cosplayer hatten sich her "verirrt" :).


Das Highlight des Tages - und für mich auch der krönende Messeabschluss - war aber definitiv die Buchpräsentation von "Origin" am Samstag Abend. Mein Freund hatte mir netterweise eine Karte geschenkt, weswegen wir zugegebenermaßen etwas spät von Dreieich aus mit der S-Bahn in die Stadt gefahren sind (und ich wieder einmal die Lektion gelernt habe, dass der Nahverkehr am Samstag Abend in Frankfurt auch nicht das Gelbe vom Ei ist), aber wir kamen gerade noch rechtzeitig an ...


Somit saßen wir zwar nicht wirklich in der Nähe der Bühne, dank des tollen Zooms meiner Kamera konnte ich aber doch einige schöne Bilder machen :). Die Zeit war auf jeden Fall viel zu schnell vorbei, nicht nur an diesem Abend, sondern überhaupt.

Die Anmerkung zum Schluss


Wie vielen anderen Buchbloggern ging es auch mir so, dass ich von den Ausschreitungen und Auseinandersetzungen der Rechten und Linken auf der Messe erst am Sonntag Abend erfahren habe, als ich mir das erste Mal Zeit nahm, in Ruhe die sozialen Medien zu checken.

Mein Fazit daraus ist: Es liegt letztlich an jedem einzelnen von uns, dass wir uns dafür stark machen, dass die Buchmesse das bleibt, was wir lieben: Ein Ort, wo wir Buchmenschen aus auf Augenhöhe begegnen und austauschen können!

6. November 2017

Rezension Shana Gray - Diamond Men "Mr. Monday"

"Diamond Men - Versuchung pur" von Shana Gray ist im Original unter dem Titel "Working Girl" erschienen. Die Geschichte erscheint bei uns auf zwei Arten, entweder als Taschenbuch Anfang Dezember oder als siebenteilige Reihe als E-Book.

Die E-Book Ausgaben sind sehr kurz, jede enthält etwa 50 Seiten und beschreibt jeweils einen Wochentag bzw. einen der "Diamond Men".

Klappentext laut Verlag:


Sieben Tage - sieben Prüfungen - sieben unwiderstehliche Männer! Für wen wird Tess sich entscheiden?

Tess‘ einziger Wunsch? Rache! Diamond Enterprises hat ihren Vater ruiniert und sie will es dem Konzern heimzahlen. Deshalb bewirbt sie sich als Assistentin des Firmenbosses. Eine Woche soll sie nun täglich bei einem anderen Chef vorstellen.

Teil 1:
Das erste Bewerbungsgespräch mit dem faszinierenden Mr. Monday, der sie in einem Helikopter entführt, lenkt Tess gefährlich von ihren Vergeltungsplänen ab ...

Meine Meinung:


Nachdem diese Reihe für Fans von "Calendar Girl" beworben wird, ist eigentlich ziemlich klar, worauf man sich hier beim Lesen einlässt. Wer meine Rezensionen verfolgt hat, weiß, dass "Calendar Girl" für mich in gewisser Weise ein rotes Tuch darstellt, aber so ganz so weltfremd liest sich der Auftakt zu "Diamond Men" im Vergleich Gott sei Dank doch nicht. Ich wurde in gewisser Weise sogar positiv überrascht, aber dazu später mehr.

Dass die Protagonistin Tess heißt, erfahren wir eigentlich nur aus dem Klappentext, da die Geschichte komplett in der Ich-Person erzählt wird. Recht ausführlich wird beschrieben, welche Absichten Tess verfolgt, sich bei Diamond Enterprises zu verfolgen (Für meinen Geschmack für die Kürze dieses E-Books fast ein bisschen zu oft). Darüber hinaus gibt es die üblichen Beschreibungen ihrer Kleidung, ihres Taschen-Ticks und so weiter (lediglich die ultrahohen High Heels habe ich vermisst).

Der Schreibstil ist einfach, die knapp über 50 Seiten lassen sich daher sehr rasch lesen. Wer sich in Sachen Erotik vom Stil her etwas Neues erwartet, wird bestimmt aber herb enttäuscht werden, denn Shana Gray verwendet die mittlerweile schon fast üblichen Beschreibungen dafür, wie heiß "Mr. Umwerfend" doch ist (Wie er wirklich heißt, erfahren wir in diesem ersten Teil nicht).

"Ich schnappte nach Luft, als ich den Mann dort erblickte. Mein Herz begann heftig zu klopfen, und meine Nerven flatterten".
8%

Ich schätze, ihr könnt euch vorstellen, was ich meine.

[SPOILER ANFANG]
Überrascht hat mich allerdings doch etwas: Obwohl sich Tess - wie anscheinend alle Erotik-Protagonistinnen - bei seinem Anblick in einen sabbernden Teenager verwandelt, kommt es doch nicht zum Äußersten - vielleicht weil das E-Book einfach zu kurz ist?
[SPOILER ENDE]

Dem Ende merkt man deutlich an, dass dieses E-Book nur ein Siebtel einer Geschichte ist, es hört eigentlich mitten in einer Szene auf, um den Leser dazuzubringen, sich den nächsten Teil zu holen. Die knapp über 50 Seiten sind daher eher als Auftakt zu einer Handlung zu verstehen, die erst noch in Fahrt kommen muss.

Mein Fazit:


Diamond Men "Mr. Monday" ist erste Teil einer Reihe, die vom Aufbau her an "Calendar Girl" angelehnt ist. Wer gerne Erotik liest und für zwischendurch ein bisschen was Prickelndes zum Abschalten sucht, kann mit der Reihe vermutlich nicht viel falsch machen.

  • ★★★★★
  • E-Book
  • 52 Seiten
  • MIRA Taschenbuch
  • 978-3955767655

5. November 2017

Rezension Jennifer Wellen - Lost in Pain

"Lost in Pain" ist im Vergleich zu den früheren Büchern von Jennifer Wellen anders. Anders in dem Sinn, dass wir hier nicht eine Liebesgeschichte vorgesetzt bekommen, die fluffig und leicht ist. Im Gegenteil, in dieser Geschichte geht es auch durchaus um ernste Themen, um Menschen, die es im Leben nicht leicht hatten.

Bisher kenne ich die Autorin ja ausschließlich durch ihre ChickLit-Romane wie "Katerfrühstück mit Aussicht" oder "Liebe ist wie eine Goodie-Bag", aber es hat Spaß gemacht, mich mit der Autorin auch einmal auf neue Pfade zu begeben.

Zum Inhalt:


Catlin ist in Waisenhaus aufgewachsen und schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben: Mit kleinen Betrügereien finanziert sie ihr Leben, bleibt nie lange an einem Ort.

Eines Tages erhält sie einen Brief, der ihr einen Hinweis gibt, wo sie ihre Mutter finden kann. Da sie aber aufgrund ihrer Klaustrophobie es nicht lange in engen Räumen aushält, stöbert sie ihren früheren Freund Nick aus dem Heim auf und überredet ihn, mit ihr quer durch die USA zu fahren. Verfolgt von einem Catlins Opfer, beginnt für die beiden ein Roadtrip quer durchs Land, der sowohl Catlins als auch Nicks Gefühle gehörig durcheinander bringt ...

Meine Meinung:


Jennifer Wellen steigt zügig in die Geschichte ein: Wir lernen Catlin kennen, wie sich an eines ihrer Opfer heranmacht und ihm unter anderem einen wertvollen Ring entwendet. Dazu ist ihr jedes Mittel recht, als Leser merkt man aber schon bald, dass sich unter der abgebrühten Fassade eine empfindsame Frau verbirgt, die verschiedene Wunden aus ihrer Vergangenheit noch nicht verarbeitet hat.

In Schwung kommt die Handlung, als sie mit Nick sich auf den Weg macht, um ihre Mutter zu finden. Nick war bereits während ihrer gemeinsamen Zeit im Heim in Catlin verliebt und hat seine Gefühle für sie nie wirklich aufgegeben. Catlin dagegen wehrt sich gegen die Gefühle - und ihre Erinnerungen. Trotzdem bleibt Nick ihr innerer Zwiespalt nicht lange verborgen und versucht, ihr zu helfen.

Catlins Opfer Will nimmt im Verhältnis eine eher kleinere Rolle ein, setzt aber alle Hebel in Bewegung, um Catlin aufzuspüren, um seinen Ring wiederzukommen. Er geht dabei nicht unbedingt zimperlich vor und entpuppt sich im Verlauf der Handlung als ziemlich unsympathischer Mensch. Es bereitete mir daher beim Lesen immer wieder diebische Freude zu beobachten, wie wenig seine Versuche, Catlin zu finden, von Erfolg gekrönt sind.

Nachdem wir hier einen Liebesroman vor uns haben, verwundert es natürlich nicht, dass Catlin und Nick sich gegenseitig noch immer attraktiv finden. Ein klein wenig hat es mich aber doch überrascht, dass die beiden bereits nach dem ersten Drittel der Handlung miteinander Sex haben. Aufgrund von Catlins Problemen hätte ich eigentlich mit weniger Sex und mehr Gefühlen gerechnet, aber das tat der Lesefreude keinen Abbruch.

Es machte mir wirklich Spaß, die beiden zu beobachten, Nicks freundliches Wesen, das er sich trotz der Enttäuschungen bewahrt hat, und Catlin, die langsam, aber sicher auftaut, sich aber schwer tut, sich ihre eigenen Gefühle einzugestehen.

Als Leser ist man Nick nach einer gewissen Weile voraus, was Catlins Verschlossenheit angeht, denn man erfährt, was sie als Mädchen und junge Frau alles in dem Waisenhaus erdulden musste ... Unter diesem Gesichtspunkt wird einem als Leser vieles klarer und ich bewunderte Catlin insgeheim sogar dafür, dass aus ihr so eine starke Persönlichkeit geworden ist.

Das Ende gefiel mir persönlich sehr gut, wenn es auch etwas anderes ausfiel als gedacht. Der Krimi-Aspekt rückte hier noch einmal in den Vordergrund und lässt sogar die Möglichkeit einer Fortsetzung zu. Ich bin gespannt, ob Jennifer Wellen uns diesen Gefallen tut.

Mein Fazit:


"Lost in Pain" ist eine wunderbare Liebesgeschichte, die zwei sehr interessante Figuren in den Vordergrund rückt. Der Krimi-Aspekt gibt der Geschichte noch eine zusätzliche spannende Note, die auch Raum für eine Fortsetzung lässt, auch wenn die Geschichte grundsätzlich abgeschlossen ist.

  • ★★★★
  • E-Book
  • 336 Seiten
  • dp Digital Publishers
  • 978-3960875185

4. November 2017

Rezension Mary E. Pearson - Die Gabe der Auserwählten

"Die Gabe der Auserwählten" stellt bei den "Chroniken der Verbliebenen" so etwas wie eine Ausnahmeerscheinung dar. Dieses Buch gibt es in dieser Form nur im deutschsprachigen Raum. Bastei-Lübbe hat sich nämlich entschieden, das englische Original und das Finale der Reihe - "The Beauty of Darkness" - in zwei Hälften aufzuteilen.

"Die Gabe der Auserwählten" beinhaltet die erste Hälfte, die zweite Hälfte wird unter dem Namen des Originals erst Anfang nächsten Jahres erscheinen. Aus diesem Grund gibt es für diesen Band auch ein neues Cover :).

Wer die früheren beiden Bände noch nicht gelesen hat: Vorsicht, denn es ist unvermeidlich, dass nun größere und kleinere Spoiler zur Handlung folgen!

Zum Inhalt:


Band 3 setzt dort ein, wo wir Lia, Rafe und Kaden verlassen haben: Bei ihrer Flucht aus Venda. Während Lia mit ihren Verletzungen zu kämpfen hat, die sie sich am Ende von "Das Herz des Verräters" zugezogen hat, versucht Rafe alles, um unbeschadet Dalbreck zu erreichen, um sich und Lia in Sicherheit zu bringen. Die Gefühle der beiden werden erstmals auf eine Probe gestellt, als es darum geht, welchem Schicksal Lia nun folgen will ...

Meine Meinung:


Ursprünglich wollte ich eigentlich nicht warten und nach dem zweiten Band den Schluss auf Englisch lesen. Oft kommt es aber doch anders, als man denkt, und ich hatte auf einmal die Gelegenheit, "Die Gabe der Auserwählten" auf Deutsch zu bekommen ...

Der Schreibstil ist wie schon auch in den früheren Bänden leicht und flüssig zu lesen und man hat keine Probleme, die Flüchtlinge auf ihrer Reise zu begleiten. Anfangs ist ihr Schicksal ungewiss, denn niemand weiß, ob der Komizar Lias Anschlag überlebt hat oder nicht und ob es zum Krieg mit den Nachbarländern Morrighan und Dalbreck kommt.

Rafe versucht dabei alles, um Lia zu beschützen. Lia dagegen zweifelt, ob sie schon dafür bereit ist, mit Rafe als seine Königin in sein Land zu reisen. Konflikte sind also vorprogrammiert, vor allem dann, als Kaden die Gruppe einholt.

In Band 2 hatte ich das Gefühl, dass sowohl Lia als auch Rafe im Angesicht der Gefahr Reife bewiesen haben. Hier dagegen kam mir vor allem Lia wieder das junge, naive und vor allem dickköpfige Mädchen vor, dass sie noch in Band 1 war. Diesen Rückschritt - wenn man so will - fand ich nach den ganzen Ereignissen von Band 2 nicht besonders plausibel. Rafes weitere Entwicklung dagegen erschien mir hier stimmiger, weil nachvollziehbarer.

Wie bereits erwähnt, ist "Die Gabe der Auserwählten" eigentlich nur ein halber Band. Dies zeigt sich in meinen Augen sehr deutlich in der Geschichte selbst, denn sie wirkt die meiste Zeit wie ein Auftakt für etwas, was nicht kommt bzw. wahrscheinlich erst im vierten Band kommt. Ich sage es nicht gerne, aber eigentlich passiert nicht viel in diesem dritten Band ... Der Fokus liegt hauptsächlich auf Lias und Rafes Flucht, selbst die Nebenhandlung, die durch Pauline erzählt wird, tritt deutlich in den Hintergrund.

Aus Neugier habe ich dann einmal in Kapitel 41 hineingelesen, das in der deutschen Ausgabe dem letzten Kapitel entspricht, im englischen Original gerade einmal in der Mitte ist. Man stelle sich meine Überraschung vor, als ich entdecken musste, dass dieses Kapitel wortwörtlich übersetzt wurde.

Hat hier nicht der Verlag verkündet, dass die Autorin etwas Neues schreiben würde, um einen runderen Übergang in den letzten Band zu schaffen? Mir ist jedenfalls in diesem Teil keine Änderung aufgefallen, was mich schon etwas verwundert zurückgelassen hat. Dies erklärt allerdings, warum dieses Ende für mich im Vergleich zu den früheren Büchern nicht so rund rüberkommt ... Vieles bleibt offen und wird wohl erst im allerletzten Band zufriedenstellend beantwortet werden.

Mein Fazit:


Der dritte Band führt fort, wo der zweite geendet hat, aber das Aufteilen der Geschichte im Deutschen sorgt dafür, dass ich als Leserin das Gefühl hatte, eigentlich nur einen Auftakt für ein Finale zu bekommen, das erst im nächsten Band erfolgt.

  • ★★★★★
  • E-Book
  • 349 Seiten
  • Bastei Entertainment
  • 978-3-32549443

3. November 2017

Rezension Marc-Uwe Kling - QualityLand

Wieder einmal hat mich die Buchblogger-Community neugierig auf ein Buch gemacht, ich gebe es zu. Daher entschied ich mich, ebenfalls ins QualityLand von Marc-Uwe Kling zu reisen, um zu sehen, was an dem Buch dran ist :).

Das Spannende dabei: Das Buch gibt es in zwei verschiedenen Ausgaben, man kann also quasi auf der hellen oder der dunklen Seite der Macht unterwegs sein, um der Geschichte zu folgen. Nachdem ich das Buch als E-Book gelesen habe, machte es nicht so viel Unterschied.

Auch im E-Book befindet sich übrigens am Ende ein Link, mit dem man sich die kleinen Änderungen zur jeweils anderen Version ansehen kann, diese sind aber in meinen Augen nicht so groß, als dass man wirklich beide Fassungen gelesen haben muss.

Zum Inhalt:


In der Welt von Peter Arbeitsloser haben die Konzerne und die Maschinen die Weltregentschaft übernommen. Algorithmen bestimmen, was die Menschen wollen und brauchen - sogar bei der Partnersuche. Fake News, personalisierte Werbung und zielgesteuerte Meinungsmache sind an der Tagesordnung. Inmitten dieses vermeintlich perfekten Systems passiert etwas, dass es daher gar nicht geben dürfte: Peter erhält ein Produkt, dass er nicht haben möchte ...

Meine Meinung:


Ich lese immer wieder gerne Dystopien - warum nicht einmal in Verbindung mit einer Satire? Daher fand dieses Buch recht schnell seinen Weg zu mir. Die ersten Seiten ließen sich auch recht schnell lesen ... Wobei mir beim Lesen schon immer wieder mal das Lachen im Hals steckenblieb, denn ich finde diese Zukunftsvision in einigen Bereichen erstaunlich realistisch. Das QualityLand, in dem Online Shops schon wissen, was man möchte, ehe man es selbst weiß? Ganz bestimmt der feuchte Traum eines jeden Shopbetreibers :) ...

Die Idee, mit Algorithmen vorherzusagen, was uns interessiert, begegnet uns schon heute tagtäglich bei den Vorschlägen in Shops. Kunde, du hast X in deinen Warenkorb gelegt, vielleicht interessiert dich auch Y? Genau diese Dinge treibt Kling in seinem Roman in meinen Augen sehr gekonnt auf die Spitze. Der Satire ist es natürlich auch geschuldet, dass die meisten Menschen im Roman diese Dinge nicht mehr hinterfragen, sondern einfach hinnehmen.

Was mich leider an dem Buch weniger begeistern konnte, war die Geschichte selbst. Bis zur Mitte kam ich eigentlich recht schnell und dann fing es an, sich für mich zu ziehen. Dies hing wohl auch damit zusammen, dass ich zu keiner der Figuren eine Beziehung aufbauen konnte, sie wirkten auf mich mehr wie ein Mittel zum Zweck, um bestimmte Situationen zu beschreiben. Die Androiden, die Peter in seinem Keller versteckt, weil sie eigentlich vom System ausgemustert wurden, waren für meinen Geschmack einfach zu überzogen, um mich bis zum Ende des Buches durchgehend begeistern zu können.

Auch den Fortgang der Geschichte in der zweiten Hälfte des Buches fand ich nicht unbedingt gelungen. Ich will hier nicht unbedingt spoilern, deswegen sage ich nicht so viel dazu, aber wenn man schon so wie ich einige Dystopien gelesen hat, überrascht einen das Ende nicht so wirklich.

Was mir aber gefallen hat, waren die Zwischenkapitel mit den Forenbeiträgen oder der Werbung. Marc-Uwe Kling hat sich hier wirklich viel Mühe gegeben, ein stimmiges System zu schaffen. Die Erzählweise ist dabei sehr unterschiedlich, von Erzählung über (Foren)Kommentare bis Sachbericht ist alles dabei. Der Schreibstil ist dabei großteils sehr einfach, wobei ich aber vermute, dass das durchaus gewollt ist.

"Keep it simple and stupid" - das sogenannte KISS-Prinzip ist in der Wirtschaft gang und gäbe, wenn es darum geht, zu einem Problem eine möglichst einfache Lösung anzustreben. Und genau darum geht es ja auch in diesem vermeintlich perfekten QualityLand ...

Mein Fazit:


Marc-Uwe Kling entwirft in seinem Buch "QualityLand" ein durchaus interessantes Bild, wie in naher Zukunft unsere Welt aussehen könnte. Leider kann die Handlung diser Satire nicht ganz mithalten, vor allem in der zweiten Hälfte des Buchs verschenkt der Autor leider in meinen Augen Potenzial.

  • ★★★★★
  • E-Book
  • 384 Seiten
  • Ullstein
  • 978-3843715973

1. November 2017

Tops & Flops / 10.2017

Ihr Lieben, als allererstes möchte ich mich einmal für die nicht angekündigte Blogpause auf meinem Blog entschuldigen. Aber kurz nach der Buchmesse haben mich wohl ein paar ganz besonders fiese Bakterien erwischt, die mir in Folge beim Arzt einen Medikamenten-Cocktail eingebracht haben, der sich gewaschen hat. Ergebnis: Meine Motivation, mich vor den Computer zu setzen, war gleich Null ...


Das einzig Gute daran ist, dass ich meinen Leseschnitt doch noch ein wenig aufpolieren konnte, der Oktober hatte dank Messe und verschiedener anderer Dinge eher zäh angefangen. Durch die Motto Challenge sind im Verhältnis relativ viele Reihenbücher und Thriller von meinem SuB auf der Leseliste gelandet, die ich zum Teil innerhalb von zwei Tagen durch hatte.

Top des Monats: Gelesenes

Beim Toptitel für den Oktober habe ich mich nach einiger Überlegung für "Trigger" von Wulf Dorn entschieden. Das Buch war mein erstes Buch von diesem Autor, wird aber bestimmt nicht mein letztes gewesen sein. Die Verwirrspiele rund um die verschwundene Patientin von Ellen Roth fand ich jedenfalls sehr gelungen, wenn sich auch für meinen Geschmack die eine oder andere kleine Länge eingeschlichen hat.


Übrigens: Wäre "Trigger" nicht gewesen, hätte ich sonst wahrscheinlich "Aquila" von Ursula Poznanski gekürt. Man kann sagen, was man will, die Autorin versteht es einfach zu fesseln, selbst bei Themen, wo man das Gefühl hat, das hatten wir doch schon zigmal ... Nika auf der Suche nach ihren verlorenen Erinnerungen zu begleiten, war jedenfalls ein echter Pageturner, auch wenn die Auflösung am Ende auf mich etwas konstruiert wirkte ...

Top des Monats: Gehörtes

In Sachen Hörbücher hat sich im Oktober nicht so extrem viel getan. Ich habe "Origin" von Dan Brown (die ungekürzte Version mit knapp 19 Stunden) gehört und dann mangels neuem Guthaben eines meiner Hörbücher aus dem Regal gezogen und mir ein weiteres Mal angehört: "Die Nebel von Avalon" von Marion Zimmer-Bradley. Wer das Buch kennt, weiß, dass es ein ordentlicher Wälzer ist. Die Hörbuch-Ausgabe von 2004, die ich besitze, ist allerdings gekürzt, mit 12 CDs aber trotzdem noch sehr umfangreich.


Trotzdem machen Anna und Katharina Thalbach ihre Sache ganz ausgezeichnet und es fällt einem nicht schwer, den beiden ins Britannien der Sagen und Mythen rund um König Artus und seine Tafelrunde zu folgen ... Seit 2012 gibt es übrigens auch eine ungekürzte Ausgabe, habe ich gesehen, die Sprecherin kommt allerdings bei den Bewertungen auf Audible nicht besonders gut weg.

Flop des Monats

Mein Flop des Monats kommt wieder einmal von Sebastian Fitzek. Ich kaufe mir seine Bücher ja nicht, sie finden aber doch immer wieder als gebrauchte bzw. geschenkte Bücher seinen Weg zu mir. "Der Nachtwandler" fing jedenfalls recht interessant an, aber bereits nach den ersten fünfzig Seiten ertappte ich mich dabei, dass mir die Geschichte zu wirr wurde.


Die Idee dahinter gefiel mir zwar schon recht gut (Was tun Menschen, wenn sie schlafwandeln und was erleben sie dabei?), aber die Umsetzung war sogar nicht meins. Lediglich den letzten Plottwist empfand ich als einen Lichtblick, wenn er auch wahrscheinlich für leidenschaftliche Thriller-Leser nichts Neues darstellen dürfte. Mit Ach und Krach habe ich dem Buch daher drei Sterne bei LB und GR gegeben ...

16. Oktober 2017

SuBventur / 16.10.2017

Ausnahmsweise erscheint die SuBventur in diesem Monat einen Tag später, aber ich hatte ja immerhin den besten Grund überhaupt, warum ich keine Zeit hatte :). Die Buchmesse steckt mir allerdings heute noch ganz gewaltig in den Knochen, puuuuuh ...

Was ist die SuBventur? Janna und Kerstin haben diese Aktion im Frühjahr gestartet und es geht darum zu schauen, was sich so auf dem SuB getan hat. Weitere Infos findet ihr direkt auf dem Blog KeJas-BlogBuch der beiden.


Die zweite Septemberhälfte lief trotz einiger Rezensionsexemplare sehr gut, was den SuB-Abbau angeht. Die erste Oktoberhälfte hat sich im Vergleich eher weniger mit Ruhm bekleckert, aber das war absehbar. Ab und zu will das Leben eben anders ... Da bin ich schon froh, wenn es jetzt nicht allzu viele Neuzugänge gibt, denn auch so schrumpft der Stapel natürlich langsam, aber sicher.

Immerhin kann ich langsam daran denken, mein Endziel ins Auge zu fassen. Bevor ihr jetzt Angst bekommt: Nein, ich will meinen SuB nicht aufgeben, dafür mag ich ihn doch zu gern :). Aber so auf eine akzeptable Höhe zwischen zehn und fünfzehn Büchern würde ich ihn schon gern noch bringen.

Einfach so auf eine Menge, dass ich das Gefühl habe, es ist eine angenehm überschaubare Auswahl an Büchern da. Ihn komplett zu reduzieren - das habe ich schon letztes Jahr im Herbst einmal versucht, ist mir aber nur für kurze Zeit wirklich gelungen ... Da ist es sinnvoller, ihn auf einer "guten" Höhe zu halten :).

SuBventur Stand 16.10.2017

Insgesamt: 20 (5 weniger seit dem Vormonat)



SuB / Stapel ungelesener Bücher

01. J.J. Abrams & Doug Dorst - S "Das Schiff des Theseus"
02. Melanie Lahmer - Knochenfinder
03. Sarah J. Maas - Empire of Storms
04. Daniel Wolf - Das Gold des Meeres
05. Sebastian Fitzek - Das Paket
06. Laurie R. King - Die Gehilfin des Bienenzüchters
07. Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler
08. Christian Endres - Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen
09. Wulf Dorn - Trigger
10. Ursula Poznanski - Aquila
11. Michelle Birkby - The Women of Baker Street
12. Karen Chance - Blutrot
13. Sebastian Fitzek - Noah
14. Sebastian Fitzek - Der Seelenbrecher (NEU)



SuE / Stapel ungelesener E-Books

15. Nele Neuhaus - Im Wald
16. Martina Richter - Mopsnacht
17. Mary E. Pearson - The Beauty of Darkness
18. Rainbow Rowell - Fangirl
19. Graham Moore - The Sherlockian
20. Marc-Uwe Kling - QualityLand (NEU)



Abgänge

Vom SuB: Andreas Gruber - Todesreigen ⭐️⭐️⭐️⭐️
Vom SuB: Andreas Gruber - Jakob Rubinstein ⭐️⭐️⭐️
Vom SuB: Andreas Gruber - Der fünfte Erzengel ⭐️⭐️⭐️⭐️

Vom SuE: Veit Heinichen - Scherbengericht (Rezension hier)
Vom SuE: John Boyne - The Boy at the Top of the Mountain (Rezension hier)
Vom SuE: Jeanne Ryan - Nerve ⭐️⭐️⭐️

Vom SuH: Mona Kasten - Coldworth City ⭐️⭐️⭐️
Vom SuH: Ken Follett - Das Fundament der Ewigkeit ⭐️⭐️⭐️⭐️

Vom SuR: Perry Rhodan Terminus Miniserie Terminus 9 - 12



Ich höre / lese gerade

Vom SuH: Dan Brown - Origin

Vom SuE: Jennifer Wellen - Lost in Pain



Fazit / Erkenntnis

In Zukunft wird es bei Janna und Kerstin die SuBventur nur noch einmal im Quartal geben. Wenn ich ehrlich bin, kommt mir das durchaus entgegen. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob alle drei Monate nicht eine etwas lange Pause ist, aber wer weiß das schon so genau ...

Auf jeden Fall wird das in der Liste und meinen Aufzeichnungen in den Google Docs einige Änderungen bedeuten. Wie ich mit Büchern umgehe, die dann vielleicht zwei Monate auf meinem SuB liegen, weiß ich auch nocht nicht. Strenggenommen wären sie "Durchzügler", aber irgendwie auch wieder nicht. Egal, lassen wir uns überraschen :).

Wenn ihr euch außerdem wundert, dass die Anzahl meiner Neuzugänge nach der Buchmesse so niedrig ist: Ich habe tatsächlich kein Buch gekauft in den vergangenen fünf Tagen, lediglich eines geschenkt bekommen. Ich war zwar ein, zweimal in Versuchung, etwas zu kaufen (Das geht nämlich, wenn die Autoren am Stand sind), habe aber dann doch zurückgeschreckt.

Ich habe mein Geld allerdings ein bisschen in Handlettering-Utensilien und andere nette buchige Sachen gesteckt. Keine Sorge, die zeige ich schon, aber heute am Tag 1 nach der FBM bin ich doch ganz schön durch den Wind - und daher muss das noch ein bisschen warten ...

9. Oktober 2017

Der Leseratz ist wieder in Frankfurt!

Ihr Lieben, die nächsten Tage wird es hier wieder etwas ruhiger, denn - die Frankfurter Buchmesse 2017 steht vor den Türen :). Und ich werde zumindest zwei Tage durch die "heiligen Hallen" schwirren ...


Bis jetzt habe ich für Donnerstag und Freitag noch nicht groß etwas geplant, lediglich zwei Veranstaltungen sind fix. An von den Verlagen organisierten Bloggertreffen nehme ich nicht teil, daher freue ich mich schon darauf, relativ spontan zu entscheiden.

Dieses Jahr ist das Angebot an Autoren bzw. Lesungen ja so enorm wie (gefühlt) schon lange nicht mehr, ich habe mich zwar nicht wirklich schlau gemacht, aber an der Werbung für die eine oder andere Veranstaltung kommt man ja nicht unbedingt vorbei. Ein Eckpunkt ist für mich auf jeden Fall die Buchpräsentation von "Origin" am Samstag Abend, weil ich die Karte dafür geschenkt bekommen habe :).

Am Wochenende bin ich wahrscheinlich am BuchmesseCon anzutreffen, da mich der Wirbel am Samstag auf dem Messegelände ehrlich gestanden nicht mehr reizt. Bei aller Liebe zur Messe, aber die Menschenmengen sind an den Publikumstagen schon auch sehr, sehr anstrengend ...

Nächste Woche geht es dann wie gewohnt hier mit der SuBventur weiter, die wegen der Messe etwas später als sonst erscheinen wird. Ich wünsche euch auf jeden Fall eine schöne Woche, egal ob ihr an der Leseparty teilnehmen oder euch selbst auf der Messe herumtreiben werdet!