22. September 2017

Coververgleich "Das Fundament der Ewigkeit"

Beim Erstellen dieses neuen Coververgleichs habe ich mich geschreckt. Ganz ehrlich! Warum? Weil der letzte, den ich gemacht habe, im April online gegangen ist. Ich wollte zwar im Sommer einen schreiben, aber es hat nicht sein sollen ...

Das Erscheinen von Ken Folletts "Das Fundament der Ewigkeit", dem langersehntem dritten Teil der Kingsbridge-Reihe (Ja, jetzt kann man schon mit gutem Gewissen von einer Reihe sprechen!), hat mich allerdings dazu gebracht, mich auf die Suche nach den unterschiedlichen Covern dieses Buchs zu machen. Und da Follett ja kein ganz Unbekannter ist, sind bereits kurz nach Verkaufsstart einige unterschiedliche Cover zu finden :).

Klappentext:
1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe ... nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen – koste es, was es wolle.

Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen ...

Historische Romane finden sich mittlerweile kaum noch auf meiner Leseliste, aber ich mache zumindest gelegentlich Ausnahmen. Und wo Follett draufsteht, kann man davon ausgehen, wirklich etwas Fesselndes und Lehrreiches zugleich serviert zu bekommen :).

(Deutsch #1) (Englisch US #1)

Das deutsche und das us-amerikanische Cover zeigen bereits schön, was mir gleich als erstes aufgefallen ist - der deutsche Titel hat mit dem Originaltitel nicht viel gemeinsam. Aber vielleicht zeigt sich beim Lesen, welches Fundament gemeint ist und was es mit einer Feuersäule zu tun hat?

Bastei Lübbe hat den Preis für das deutsche Hardcover ja deutlich höher angesetzt, als normalerweise üblich ist. Die über 1100 Seiten sind aber wirklich sehr hübsch gestaltet worden, der Titel und das runde Ornament (Weiß jemand, was es darstellt?) schimmern golden, im Buch selbst sind Zeichnungen eingearbeitet, die an historische Stiche erinnern. Wirklich schön!

Ich habe online durch die englische Ausgabe ein wenig geblättert, auch diese ist durchaus hübsch gestaltet, fällt im Vergleich zur deutschen aber ab. Dafür ist es auch etwas preiswerter zu haben. Follett-Fans wird die deutsche Ausgabe freuen, die Leser wohl eher weniger (selbst die E-Book Ausgabe schlägt noch mit 26 Euro zu Buche!).

(Englisch GB #2)(Portugiesisch)(Finnisch)

Die britische, portugiesische und finnische Ausgabe haben alle eines gemeinsam: Sie besitzen denselben Hintergrund. Bei der Anordnung des Titels gibt es allerdings Abweichungen. Die kursiven Buchstaben finde ich aber keine gute Wahl, das Cover wirkt dadurch deutlich unruhiger.

(Spanisch #1)(Spanisch #2)(Dänisch)

Für die spanische Ausgabe habe ich sogar zwei Cover gefunden, die sich zwar recht ähnlich sind, aber doch kleine Unterschiede aufweisen, bei den Ornamenten beispielsweise. Hier konnte ich mich tatsächlich nicht entscheiden, welches ich weglassen sollte, daher hab ich doch beide reingenommen :). Das dänische orientiert sich an dem amerikanischen Cover, hat aber Gott sei Dank nicht die kursiven Buchstaben übernommen ...

(Italienisch)(Polnisch)(Niederländisch)(Schwedisch)

In die letzte Reihe habe ich bewusst die Cover gesetzt, die von der amerikanischen oder britischen Ausgabe deutlicher abweichen. Die italienische deutet meiner Meinung nach schon sehr gut an, worum es in dem Roman auch geht - um die Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten. Die Krone ist zwar keine Tiara, die Blume darunter auch keine Lutherrose, aber eine gewisse Ähnlichkeit ist vorhanden ...

Das polnische Cover geht auf einen anderen Aspekt der Geschichte bzw. des Romans ein, vermute ich. Das Schiff steht nämlich sehr wahrscheinlich stellvertretend für die Armada, die Spanien im 16. Jahrhundert gegen England geschickt hat und die kläglich gescheitert ist. Das niederländische Cover geht ebenfalls darauf ein, ich finde es aber nicht so gelungen. Da denkt man als erstes an einen Seefahrtsroman und der Titel, der im Deutschen "Das ewige Feuer" bedeutet (Ich hab es Google übersetzen lassen), wirkt da wie ein sehr krasser Kontrast dazu.

Das schwedische Cover hat sich - denke ich - Elisabeth I. zum Motiv genommen. Der strenge Blick der Frau, die hochgeschlossene Kleidung lassen jedenfalls darauf schließen, die "jungfräuliche Königin" vor sich zu haben (Sie hat bekanntermaßen nie geheiratet). Dadurch dass das Bild so an den Rand gerückt wurde, wirkt das Cover auf mich aber auch nicht sehr schön.

Ich glaube, mein persönlicher Favorit ist dieses Mal das spanische Cover, und zwar das erste der beiden. Gefolgt von unserem deutschen Motiv. Aber auch das italienische dunkle Motiv finde ich reizvoll. Am wenigsten gefallen mir das polnische, niederländische und schwedische Cover.

Wie sieht's bei euch aus? Was gefällt euch am besten? Was am schlechtesten?

19. September 2017

Vom SuB befreit: Todesreigen

Ich habe wieder einmal ein Buch vom SuB befreit. Okay, das klingt jetzt so, als ob es wirklich lange dort gelegen hätte (dem war nicht so), aber eigentlich wollte ich es ja gar nicht erst dorthin befördern ... Ein Buch eines Lieblingsautors am SuB? Eben!


Es haben sich in letzter Zeit allerdings einige Rezensionsexemplare eingeschlichen, da mussten sogar die Lieblinge einige Zeit zurückstehen.

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

Endlich durfte "Todesreigen" von Andreas Gruber dran glauben, der aktuell vierte Teil der "Todes"-Reihe des Autors.

Klappentext:
Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez - Kommissarin und Ausbilderin beim BKA - misstrauisch.

Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen.

Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auzulöschen ...

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Da ich mittlerweile den Veröffentlichungen von Andreas' Bücher in der Regel schon entgegen fiebere, braucht es gewöhnlich nicht lange, bis ich in die Buchhandlung pilgere, mir die Bücher abholen. Tja, und dann drängten sich diverse andere Bücher leider (wieder einmal) vor ...

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Im September passte es hervorragend zum aktuellen Thema der Motto Challenge (Gesichter bzw. Tiergesichter) - und es liegt nur noch ein Rezi-Ex hier ...

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Obwohl gut ein Jahr vergangen ist, seit ich den Vorgänger "Todesmärchen" gelesen hatte, war ich sofort wieder drin. "Todesreigen" setzt einige Zeit nach den Ereignissen ein, wo wir Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez verlassen haben. Ich gehe jetzt bewusst nicht näher darauf ein, da der vierte Teil zwangsläufig schon spoilert, wenn man die vorigen Teile - vor allem "Todesmärchen" - nicht kennt.

Wie schon von Andreas gewohnt, katapultiert er einen unmittelbar in die Handlung, einen ersten Schockmoment hatte ich schon nach den ersten 30 Seiten ... Danach wird das Tempo allerdings etwas ruhiger, es gibt wie schon im letzten Teil zwei Zeitebenen, auf denen wir erfahren, was Ende Mai bzw. Anfang Juni passiert.

Aufgrund der Ereignisse aus Teil 3 ist Sabine gezwungen, erst einmal alleine zu ermitteln bzw. sich neue Helfer zu suchen. Maarten dagegen kocht sein eigenes Süppchen, dies zeigt sich vor allem in der zweiten Hälfte des Romans sehr deutlich. Sogesehen nichts Neues, trotzdem darf er eine neue Seite von sich zeigen, die ich sehr spannend fand.

Überhaupt hatte ich dieses Mal das Gefühl, dass Andreas ganz bewusst alle bisherigen, bereits liebgewonnenen Fakten, Figuren etc. durcheinander würfelt, um etwas Neues zu schaffen. Sicherlich nicht so einfach für alle, die sich an bestimmte Dinge gewöhnt haben.

Und auch wenn sich die eine oder andere nicht nachvollziehbare Einzelaktion eingeschlichen hat, schaffte es Andreas erneut, dass ich vor allem ab der Mitte immer mehr das Tempo beim Lesen anzog (obwohl ich mir wirklich vorgenommen hatte, dieses Mal langsam zu lesen, tja, das hat wohl nicht sollen sein).

5. Wie hast du das Buch bewertet?

Wie immer bin ich durch die Seiten fast nur geflogen, daher bekommt das Buch von mir trotz einiger kleiner Mängel vier Sterne. Tipp: Unbedingt die früheren Teile vorher lesen, sonst tut man sich nur unnötig schwer!

15. September 2017

SuBventur / 15.09.2017

Wieder ist ein Monat vergangen und es ist Zeit für die SuBventur. Infos dazu, was das ist, findet ihr auf KeJas-BlogBuch, die beiden Mädels Janna und Kerstin haben diese Aktion im Frühjahr gestartet. Werfen wir aber nun zusammen einen Blick auf das, was sich seit Mitte August auf meinem SuB getan hat :).


Gleich mal vorne weg: Es gibt ein leichtes Minus, aber nur ein leichtes. Und eigentlich auch nur deswegen, weil ich die dünnen Geschichten, die Romanhefte, angefangen habe wegzulesen. Ich habe schon öfter überlegt, ob ich die eigentlich zum SuB dazu zählen soll oder nicht, aber letztlich sind es trotzdem Geschichten, wenn auch in kürzerer Form als normale Romane.

Einige Abgänge habe ich auch zu verzeichnen, weil ich wieder aussortiert habe. Das Buch-Speeddating ist in diesem Fall wirklich recht dankbar. Besonders deswegen, da ja permanent Gebrauchte als Geschenk zu mir finden ... Da ich mir die selten selbst aussuche, sondern einfach unter die Nase gehalten bekomme, sage ich oft Ja und schaue mir dann erst später an, ob ich sie wirklich lesen will :D.

SuBventur Stand 15.09.2017

Insgesamt: 25 (3 weniger seit dem Vormonat)



SuB / Stapel ungelesener Bücher

01. J.J. Abrams & Doug Dorst - S "Das Schiff des Theseus"
02. Melanie Lahmer - Knochenfinder
03. Sarah J. Maas - Empire of Storms
04. Daniel Wolf - Das Gold des Meeres
05. Sebastian Fitzek - Das Paket
06. Laurie R. King - Die Gehilfin des Bienenzüchters
07. Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler
08. Christian Endres - Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen
09. Andreas Gruber - Jakob Rubinstein
10. Wulf Dorn - Trigger
11. Ursula Poznanski - Aquila (NEU)
12. Michelle Birkby - The Women of Baker Street (NEU)
13. Karen Chance - Blutrot (NEU)
14. Sebastian Fitzek - Noah (NEU)



SuE / Stapel ungelesener E-Books

15. Nele Neuhaus - Im Wald
16. Martina Richter - Mopsnacht
17. Mary E. Pearson - The Beauty of Darkness
18. Rainbow Rowell - Fangirl
19. Graham Moore - The Sherlockian (NEU)
20. Jennifer Wellen - Lost in Pain (NEU)
21. Veit Heinichen - Scherbengericht (NEU)
22. John Boyne - The Boy at the Top of the Mountain (NEU)



SuR / Stapel ungelesener Romanhefte

23. bis 24. Perry Rhodan Miniserie Terminus 9 - 10 (NEU)



SuH / Stapel ungelesener Hörbücher

25. Ken Follett - Das Fundament der Ewigkeit (NEU)



Abgänge

Vom SuH: Leonie Swann - Gray ⭐️⭐️⭐️
Vom SuH: Emma Garnier - Grandhotel Angst ⭐️⭐️

Vom SuE: Marah Woolf - Götterfunke: Liebe mich nicht ⭐️⭐️⭐️
Vom SuE: Joyce Summer - Madeiragrab (Rezension hier)
Vom SuE: E.O. Chirovici - Das Buch der Spiegel ⭐️⭐️⭐️
Vom SuE: Carsten Steenbergen & T.S. Orgel - Steamtown "Die Fabrik" ⭐️⭐️⭐️
Vom SuE: Caroline Brinkmann - Die Perfekten (Rezension hier)
Vom SuE: Magdalena Nirva - Magdalena 24h (aussortiert)

Vom SuB: Deborah Harkness - Die Seelen der Nacht (abgebrochen)
Vom SuB: Deborah Harkness - Wo die Nacht beginnt (aussortiert)
Vom SuB: Deborah Harkness - Das Buch der Nacht (aussortiert)
Vom SuB: Beate Maly - Tod am Semmering ⭐️⭐️⭐️
Vom SuB: Jay - Sherlock: Der blinde Banker ⭐️⭐️⭐️⭐️

Vom SuR: Perry Rhodan Terminus Miniserie Terminus 1 - 8



Ich höre / lese gerade

Vom SuH: Mona Kasten - Coldworth City

Vom SuB: Andreas Gruber - Todesreigen



Fazit / Erkenntnis

Ich habe es ja schon letztes Mal vorausgesehen, dass mein SuB-Abbau in Bedrängnis geraten wird, wenn jetzt im Herbst so viele interessante Buchtitel herauskommen werden. Und besonders "Das Fundament der Ewigkeit" ist als Buch ja ein ausgemachter Wälzer ... In diesem Fall war ich aber wirklich sehr glücklich, dass es auch wieder die Fassung mit Joachim Kerzel gibt. Mittlerweile ist er nicht mehr der Jüngste, deswegen wusste ich nicht, ob er überhaupt noch Sprechrollen übernimmt, aber offensichtlich tut er es doch. Dafür nehme ich sogar in Kauf, dass es "nur" die gekürzte Fassung ist ...

Falls es jemandem aufgefallen ist, dass die Liste nun eine andere Sortierung hat: Ich habe mal versucht, sie nach Eintreffen auf meinem SuB zu sortieren. Erleichtert es, sie zu aktualisieren, indem ich die Neuzugänge einfach nur unterhalb dazu schreiben muss.

Und falls sich jemand wundert, warum ein neuer Fitzek bei mir gelandet ist: Ich hab ihn - erraten - wieder einmal geschenkt bekommen :). Hier weiß ich wirklich noch nicht, ob mich "Noah" interessiert (Scheint auffallende viele Parallelen zu Dan Browns "Inferno" zu geben?), aber gut, jedes Buch bekommt eine Chance, wenn es sich spannend anhört - und vielleicht finde ich irgendwann doch noch den einen Fitzek, der mich wirklich umhaut :D.

Die nächste SuBventur übrigens - das kann ich jetzt schon mit gutem Gewissen ankündigen - wird nicht zum 15. Oktober erscheinen, sondern erst etwas später. Der Sonntag ist nämlich zufälligerweise letzter Buchmessetag und da will ich nicht die Hand ins Feuer legen, dass da nicht einige Neuzugänge genau um die Zeit zu mir finden werden ...

12. September 2017

Rezension Caroline Brinkmann - Die Perfekten

Dank diverser Vorschauen wurde ich schon recht früh auf "Die Perfekten" von Caroline Brinkmann aufmerksam. Umso mehr überraschte mich, dass Bastei sich dieses Mal entschieden hat, einer deutschen Autorin in diesem Umfang in ihr Programm aufzunehmen. Aber zurecht :). Ich lese sehr gerne immer wieder Dystopien, aber diese hier hat es geschafft, mich an einigen Stellen immer wieder zu überraschen.

Zum Inhalt:


Rain wächst in einer Gesellschaft auf, die von ihrer Einteilung in Gen-Klassen dominiert wird. Je nachdem ob Menschen über gute oder schlechte Gene verfügen, können sie aufsteigen und Erfolg haben oder nicht. Auf der untersten Stufe stehen die Unsichtbaren, die sogenannten "Ghosts", Menschen, die nicht registriert sind und nicht gefunden werden wollen. Rain ist so ein Ghost. Aber dann unterläuft ihr eines Tages ein Fehler: Sie vertraut jemandem, den sie gern hat ...

Meine Meinung:


Ich muss gestehen, Caroline Brinkmann war mir als Autorin bisher gänzlich unbekannt. Und das, obwohl "Die Perfekten" nicht ihr erstes Buch ist. Aber immerhin ihre erste Dystopie. Die Idee, Menschen in eine Art Kastensystem anhand ihrer Gene einzuteilen, sprach mich jedoch an und deswegen wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Das Bedürfnis, sich genetisch zu verbessern, ist in der Evolution schon jahrtausendelang verankert, die Vorstellung, genetische vererbbare Krankheiten auszumerzen, bestimmt ein Wunsch vieler werdender Eltern. Daher fand ich die Idee zu dieser Geschichte auch nicht so weit hergeholt wie die anderer Dystopien.

Die Autorin hat sich in diesem Zusammenhang einiges Interessantes einfallen lassen und geht sehr gekonnt auf das Leben der Menschen ein, die in dieser zukünftigen Welt als "minderwertig" angesehen werden: Menschen mit Gen-Klasse 2 und 3 werden benachteiligt, müssen in Zirkeln leben, die Smog, schmutziges Wasser und eine schlechte ärztliche Versorgung haben. Nur Menschen der Klasse 1 haben es gut und Luxus um sich, wohin man schaut. Ganz an der Spitze stehen die sogenannten "Gesegneten", die von der übrigen Bevölkerung fast wie Götter verehrt werden.

In diesem spannungsgeladenen Umfeld siedelt Caroline Brinkmann ihre Protagonistin Rain an, ein Mädchen, das es von Anfang an in ihrem Leben nicht leicht hat. Als Ghost ist sie nicht registriert, muss permanent aufpassen, nicht von umherfliegenden Drohnen erfasst und entlarvt zu werden. Trotzdem ist sie mit ihrem Leben zufrieden, hat neben ihrer Mutter Storm eine kleine Fuchsmanguste namens Cassiopaio zum Freund.

Die Ereignisse geraten in Bewegung, als Rain den Fehler macht, sich mit Lark anzufreunden, einem Jungen, der wie sie im Zirkel Grey lebt. Da seine kleine Schwester Rose als 3 eingestuft wurde, setzt er alles daran, die Situation für sich und seine Familie zu verbessern. Trotz ihres unterschiedlichen Hintergrunds freunden sich die beiden an. Dies geht solange gut, bis Lark gezwungen wird, eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen.

Als ich angefangen habe, das Buch zu lesen, hatte ich anfangs nur durchschnittliche Erwartungen, zu viele Dystopien arbeiten mit denselben Eckdaten wie "Die Tribute von Panem". Die ersten Beschreibungen, die Zirkel, das ungerechte System, die Armut und Benachteiligung auf der einen Seite, der Luxus und Reichtum auf der anderen Seite, das erinnerte sehr an diese Trilogie.

Trotzdem ertappte ich mich irgendwann auf einmal, dass ich mich schwertat dabei, das Buch für eine Weile wegzulegen. Dies ist in meinen Augen vor allem den Charakteren geschuldet. Sehr bald entwickelt man Sympathien für alle Beteiligten, auch die Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet.

Hier ist meiner Meinung auch die ganz große Stärke dieser Dystopie zu sehen: Niemand ist nur böse, niemand nur gut. Jeder hat mit seinen ganz eigenen Dämonen zu kämpfen, während er verzweifelt versucht, das Richtige zu tun, und sich dabei weiter entwickelt. Selbst Rain ist im Verlauf der Handlung nicht frei von dunklen Gedanken. Das finde ich realistisch dargestellt, denn so ist nunmal die Wirklichkeit, das Leben geht auf und ab und selbst die Guten sind nicht immer nur gut.

Die Entwicklung der Geschichte selbst entfaltete schon recht bald eine Sogwirkung, der ich mich nur schwer entziehen konnte, obwohl mit bekannten (und vielleicht ein wenig klischeehaften) Elementen gearbeitet wird. Welche das sind, verrate ich jetzt bewusst nicht, da das für meinen Geschmack etwas zu viel spoilert. Dass ich eine Zeit lang bei etwa zwei Dritteln des Buches feststeckte, hatte nicht mit der Geschichte zu tun, eher dass ich eine gewisse Leseauszeit gebraucht habe.

Das Ende, ja, das kann man wohl als Cliffhanger bezeichnen, als offenes Ende. Trotzdem wäre ich nicht traurig gewesen, wenn es dabei geblieben wäre. In meinen Augen muss eine Geschichte nicht immer bis zum Ende auserzählt werden. Aber gut, in der Zwischenzeit wurde bekannt, dass es 2018 mit Rain und Lark weitergehen wird. Wir dürfen also gespannt sein, was sich die Autorin für uns Leser ausdenkt.

Mein Fazit:


Caroline Brinkmann hat mit "Die Perfekten" eine spannende und interessante Geschichte geschaffen, die mich als Leserin sehr schnell in ihren Bann ziehen konnte. Punktabzug gibt es eigentlich nur wegen der Details, die mich an einigen Stellen zu sehr an "Die Tribute von Panem" erinnert haben.

  • ★★★★
  • E-Book
  • 605 Seiten
  • One by Bastei Entertainment
  • 978-3732548316

8. September 2017

Rezension Joyce Summer - Madeiragrab

Mit Joyce Summer verbindet mich schon seit Beginn meines Buchbloggerlebens die Liebe zu ihren Krimis. Mit ihrem Erstling "Mord auf der Levada" bin ich nach Madeira gereist, mit dem Nachfolger "Malteser Morde" nach Malta.

Mit "Madeiragrab" geht es nun wieder zurück nach Madeira, wobei Comissário Avila (der in "Mord auf der Levada" nur eine Nebenrolle hatte) nun selbst mit seinem Team ermitteln darf. "Madeiragrab" ist dabei als Auftakt zu einer Serie um den sympathischen Ermittler gedacht.

Zum Inhalt:


Fernando Avila, seines Zeichens Comissário bei der örtlichen Polizei auf Madeira, ermittelt wieder. Dieses Mal geht es um einen alten Mann und eine junge Galeristin, die kurz hintereinander tot aufgefunden werden. Gibt es eine Verbindung zwischen den Toten? Reicht der Mord in die Vergangenheit zurück?

Avila ist gefordert, denn eigentlich steht seine Frau Leticia kurz vor der Niederkunft ihres ersten gemeinsamen Kindes ... Hin und her gerissen zwischen der Sorge um seine Frau und seiner Arbeit, folgt Avila schon bald mit seinem tatkräftigen Team verschiedenen Spuren, die unter anderem in die High Society von Madeira führen.

Meine Meinung:


Nachdem ich Fernando Avila und seine Frau Leticia bereits in "Mord auf der Levada" etwas näher kennenlernen durfte, fühlten sich die ersten Seiten fast ein wenig wie ein Nach-Hause-Kommen an. Anfangs vermisste ich noch ein wenig die etwas überdrehte Pauline, aber schon bald nahmen mich die Erlebnisse auf Madeira ganz und gar gefangen.

Es setzte sogar eine gewisse Sogwirkung ein, es fiel mir vor allem morgens wirklich schwer, den Reader zur Seite zu legen und mich den Aufgaben des Tages zu widmen. Die kurzen Kapitel trugen das Ihre dazu bei, dass ich mir immer wieder dachte, ein Kapitel geht noch. Auf der einen Seite die Ermittlungen, die vielen Verdächtigen, auf der anderen Seite die Beschreibungen des Lebens auf der Insel - das ließ sehr schnell (wieder einmal) eine Sehnsucht entstehen, auf Madeira Urlaub zu machen.

Im Vergleich zu "Mord auf der Levada" bekommen wir hier deutlich mehr Einblick in das Leben von Avila, seinen Kollegen und seiner Frau bzw. seinen Freunden. Besonders Leticia ist mir dieses Mal sehr ans Herz gewachsen, aber auch der Straßenkehrer Carlos konnte mit seiner Art Sympathiepunkte bei mir sammeln.

Ich empfehle übrigens, diesen Roman nicht mit leerem Magen zu lesen. Da der Comissário gutes Essen und Trinken liebt, kommt es immer wieder vor, dass einheimische Gerichte genannt werden, die einem wirklich das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Auch wenn für meinen Geschmack Bica (portugiesische Espressovariation) und Galao (portugiesischer Milchkaffee) vor allem gegen Ende recht auftauchten (Avila ist wirklich ein Kaffeejunkie, scheint mir), tat es der Lesefreude keinen Abbruch.

Als einzigen kleinen Wermutstropfen empfand ich dieses Mal die Art, wie sich die Handlung entwickelt. Die Schwenks in die Vergangenheit, die ich auch bereits in den beiden früheren Büchern mochte, verrieten dieses Mal fast schon zu früh, wo das Motiv des Täters liegen könnte und wo er zu suchen wäre.

Das Ende kommt trotzdem mit einer kleinen Überraschung, die mir so sehr gut gefallen hat. Mehr ins Detail möchte ich jetzt gar nicht gehen, weil ich fürchte, dass dies sonst einen Spoiler darstellen könnte. Lasst euch einfach überraschen und lest selbst. Auf jeden Fall bin ich jetzt neugierig, wie es Avila und seinen Freunden weiter ergehen wird. Daher hoffe ich, dass diese ersten "Avila Mysteries" bald eine Fortsetzung erfahren werden.

Mein Fazit:


"Madeiragrab" ist ein gelungener Auftakt zu einer Krimi-Serie aus der Serie von Joyce Summer. Wer Regiokrimis liebt, die auf der Inselgruppe spielen, kann hier mit gutem Gewissen zugreifen und wird nicht enttäuscht werden!

  • ★★★★
  • E-Book
  • 334 Seiten
  • via tolino media
  • 978-3739392721

5. September 2017

Tops & Flops / 08.2017

Meine Güte, wo ist bloß die Zeit geblieben? Jetzt haben wir schon September ... Und es wird Zeit, aus der Blogpause zurückzukehren. Eine Pause, die ich aus den unterschiedlichsten Gründen gebraucht habe (Einige davon waren vorab nicht mal absehbar).


Der August war auf die Summe der gelesenen Bücher bezogen fast so gut wie der Juli, es gab aber vieles, was ich mit drei Sternen bewertet habe. Also guter Durchschnitt, aber nicht herausragend. Welche Bücher es trotzdem geschafft haben, mich auf die eine oder andere Art zu berühren, verrate ich euch jetzt.

Ehrenhalber sei ein Buch vorab erwähnt, dass ich unter dem Gesichtspunkt der Frauenpower interessant genug fand, mir mittlerweile die Fortsetzung zu bestellen: "The House at Baker Street" von Michelle Birkby. Die Romane gibt es bis jetzt nur auf Englisch, aber es lohnt sich für alle Sherlock-Fans, die immer schon etwas mehr über die Frauen in Sherlocks Leben wissen wollten: Irene Adler, Mrs. Hudson und Mary Watson :).

Top des Monats: Gelesenes

Ich war mir ehrlich gestanden schon Ende des Monats ein wenig unschlüssig, welches Buch ich zu meinem Toptitel machen sollte. Mal stand das eine, mal das andere Buch im Vordergrund ... Schlussendlich habe ich mich für "Die Stunde der Lilie" von Sandra Regnier entschieden.


Wer mich kennt, weiß, dass die Impress-Bücher nicht unbedingt zu meinem Beuteschema gehören, aber dieser Titel weckte Erinnerungen ... Erinnerungen an eine Zeit, in der ich als Teenager die Angelique-Bücher von Anne Golon nahezu verschlungen habe. Zeitweise hatte ich das Gefühl, mit "Die Stunde der Lilie" genauso wie damals in der Zeit ins 17. Jahrhundert nach Frankreich zu reisen :).

In den Rezensionen wurde ja oft kritisiert, dass Regnier zu viele zum Teil real existierende Figuren zu schnell auf den Leser einprasseln lässt - für mich war es beim Lesen eher wie ein Nachhause-Kommen ("Ach ja, den gab es damals ja auch", "Der hatte diese Funktion", "Der hatte jene Funktion am Königshof"). Damit hat sich für mich nur bestätigt, dass sich Regnier wirklich sehr bei den Recherchen angestrengt hat, durch mein Vorwissen hatte ich es aber bestimmt einfacher beim Lesen als so manch anderer, der sich noch nie mit dem Sonnenkönig Ludwig XIV. beschäftigt hat ...

Top des Monats: Gehörtes

Im August habe ich endlich "Sherlock Holmes: The Definitive Collection" von Arthur Conan Doyle beendet. Diese Ausgabe ist eine Exklusivproduktion von Audible und wird von Stephen Fry gelesen. Der Schauspieler und Sprecher dürfte dem einen oder anderen vielleicht auch durch seine Harry Potter-Hörbücher bekannt sein. Da diese Ausgabe das Gesamtwerk der Romane und der Geschichten umfasst, habe ich insgesamt fast 72 Stunden Hörzeit gehabt.

Angefangen habe ich mit diesem Hörbuch, das in sechs Teile unterteilt wurde, eigentlich schon im Februar, habe aber zwischendurch eine längere Pause gemacht. Erst nach "Das Lied von Eis und Feuer" verspürte ich aber die notwendige Energie, um dieses Langzeit-Hörprojekt endlich zu beenden.


Wie auch immer: Fry erledigt seinen Job exzellent! Und auch wenn ich einige der Geschichten mittlerweile recht gut kenne, hat es trotzdem Spaß gemacht, sich ein weiteres Mal in die spätviktorianische Welt von Holmes und Watson hineinziehen zu lassen. Fry selbst outet sich dabei ebenfalls als Fan, denn zu jedem größeren Abschnitt gibt es eine Einführung, wo er etwas über das Werk und seinen Zugang dazu erzählt.

Flop des Monats

Auch auf die Gefahr hin, dass es schon langweilig wird: Es gab Gott sei Dank auch diesen Monat keinen echten Flop. Trotzdem haben letztendlich zwei Bücher um den Stempel "Mittelmaß" gerittert. Am Ende habe ich mich für das Buch entschieden, das seinen Weg aus einem öffentlichen Bücherschrank zu mir gefunden hat: "Happenstance - Zartes Erwachen" von Jamie McGuire.


Die Autorin ist New Adult-Fans durch ihre "Beautiful"-Reihe sehr bekannt, ich hatte allerdings noch nichts von ihr bisher gelesen. "Happenstance" konnte mich zumindest am Anfang noch fesseln, aber je mehr ich las, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte unnötig aufgebauscht und dramatisiert wurde. Auch mit den Charakteren wurde ich nicht immer warm, besonders die Nebenfiguren blieben an vielen Stellen zu blaß oder handelten sehr stereotyp.

18. August 2017

Ein bisschen Sommer ... und ne Pause

Ihr Lieben, ich rufe wieder einmal eine Blogpause aus. Und zwar für die nächsten zweieinhalb Wochen ungefähr, das bedeutet, es gibt hier erst im September wieder neue Beiträge. Die Gründe sind vielfältig, nicht nur Urlaub, aber es liegen auch sonst einige Dinge am Tisch, die mir Zeit zum Bloggen stehlen.


Zeit zum Lesen werde ich aber hoffentlich trotzdem haben, das bedeutet, ihr bekommt nach der Blogpause einige neue Rezensionen geliefert :). Die Tops & Flops reiche ich dann übrigens auch nach, denn das schaffe ich bis ersten September nicht, den Beitrag rechtzeitig zu veröffentlichen.

Ich wünsche euch noch ein paar schöne Tage im August, denn der Herbst naht jetzt schon mit Riesenschritten!

15. August 2017

SuBventur / 15.08.2017

Da ist sie wieder, meine monatliche SuBventur. Die mittlerweile sechste Ausgabe, seit ich im Frühjahr eingestiegen bin. Infos dazu findet ihr auf KeJas-BlogBuch, die beiden Mädels Janna und Kerstin haben diese Aktion im Frühjahr gestartet. Na, dann wollen wir doch mal sehen, wie die letzten vier Wochen in Sachen SuB-Abbau gelaufen sind ...


Meine Erfolgsgeschichte in Sachen Hörbücher konnte ich wiederholen. Das ist schon einmal eine wirklich richtig gute Nachricht, finde ich. Aktuell liegt tatsächlich kein einziges Hörbuch am Stapel mehr ... Kann man sich das vorstellen? Ich hätte es mir jedenfalls bei meiner ersten SuBventur nicht gedacht.

Auch der Stapel an Print-Büchern ist niedriger geworden. Neuzugänge wird es aber hier schon recht kurz nach dieser SuBventur geben, denn das neue Jugendbuch von Ursula Poznanski ist da :). Und auch von Andreas Gruber wird bald der vierte Teil der "Todes"-Reihe erscheinen! Am 12. September kommt außerdem der dritte Teil der Kingsbridge-Reihe von Ken Follett: "Das Fundament der Ewigkeit". SuB-Abbau hin oder her, aber ich bin schon sehr, sehr neugierig, was mir der Herbst da alles bringen wird.

Ein wenig angewachsen ist dagegen der E-Book Stapel. Hier haben sich gleich ein paar Rezi-Ex eingefunden und zwei Käufe war auch dabei ... Aus diesem Grund dachte ich ja noch vor ein paar Tagen, dass ich dieses Mal kein nennenswertes Minus verzeichnen kann, aber das letzte Wochenende bzw. die letzten zwei Leseabende vorige Woche haben einiges herausgerissen! Und: Ich habe auch ein Buch abgebrochen, weil es mich einfach nach den ersten 30 Seiten so gar nicht packen konnte.

In diesem Zusammenhang gibt es von meiner Seite her noch eine kleine Ergänzung zur SuBventur: Da ich ja nicht alle Bücher rezensiere, ergänze ich ab jetzt die Bewertungen, die ich bei GR und LB eingetragen habe.

SuBventur Stand 15.08.2017

Insgesamt: 28 (7 weniger seit dem Vormonat)



SuE / Stapel ungelesener E-Books

01. Martina Richter - Mopsnacht
02. E.O. Chirovici - Das Buch der Spiegel
03. Nele Neuhaus - Im Wald
04. Mary E. Pearson - The Beauty of Darkness
05. Rainbow Rowell - Fangirl (NEU)
06. Joyce Summer - Madeiragrab (NEU)
07. Caroline Brinkmann - Die Perfekten (NEU)
08. Magdalena Nirva - Magdalena 24h (NEU)



SuB / Stapel ungelesener Bücher

09. Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler
10. Sarah J. Maas - Empire of Storms
11. Daniel Wolf - Das Gold des Meeres
12. J.J. Abrams & Doug Dorst - S "Das Schiff des Theseus"
13. Sebastian Fitzek - Das Paket
14. Laurie R. King - Die Gehilfin des Bienenzüchters
15. Melanie Lahmer - Knochenfinder
16. Christian Endres - Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen
17. Andreas Gruber - Jakob Rubinstein
18. Deborah Harkness - Die Seelen der Nacht
19. Deborah Harkness - Wo die Nacht beginnt
20. Deborah Harkness - Das Buch der Nacht
21. Beate Maly - Tod am Semmering
22. Wulf Dorn - Trigger



SuR / Stapel ungelesener Romanhefte

23. bis 28. Perry Rhodan Miniserie Terminus 1 - 6



Abgänge

Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 18 ⭐️⭐️⭐️
Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 19 ⭐️⭐️⭐️⭐️
Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 20 ⭐️⭐️⭐️
Vom SuH: Mary E. Pearson - Morrighan (Remnant Chronicles 0.5) ⭐️⭐️⭐️⭐️
Vom SuH: Arthur Conan Doyle - Sherlock Holmes: The definitive Collection read by Stephen Fry ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Vom SuE: Karl Olsberg - Mirror Welt: Prequel ⭐️⭐️⭐️
Vom SuE: Jennifer Wellen - Zum Teufel mit dir und der Liebe (Rezension hier)
Vom SuE: Angie Thomas - The Hate U Give (Rezension hier)
Vom SuE: Mechtild Borrmann - Trümmerkind ⭐️⭐️⭐️⭐️
Vom SuE: Sandra Regnier - Die Stunde der Lilie ⭐️⭐️⭐️⭐️
Vom SuE: Sandra Regnier - Die Nacht der Lilie ⭐️⭐️⭐️⭐️

Vom SuB: Dan Wells - Tötet uns alle ⭐️⭐️⭐️
Vom SuB: Gisa Pauly - Der Mann ist das Problem (abgebrochen)
Vom SuB: Passagier 23 ⭐️⭐️⭐️
Vom SuB: Michelle Birkby - The House at Baker Street ⭐️⭐️⭐️⭐️
Vom SuB: Nicholas Meyer - Sherlock Holmes und das Phantom der Oper ⭐️⭐️⭐️⭐️
Vom SuB: Jamie McGuire - Happenstance "Zartes Erwachen" ⭐️⭐️⭐️



Ich höre / lese gerade

Vom SuE: Marah Woolf - Götterfunke: Liebe mich nicht



Fazit / Erkenntnis

Ich bin wirklich erstaunt, wie gut die letzten vier Wochen doch noch gelaufen sind. Vor einer Woche war ich mir nämlich nicht sicher, ob ich mein Zwischenziel (30 Bücher) tatsächlich erreichen würde ... Ein klein bisschen hab ich aber "gemogelt". Warum? Weil ich mir nach den Wälzern gezielt die dünnen Bücher ausgesucht habe :).

Mittlerweile habe ich außerdem gemerkt, warum manche Bücher schon eine Weile am SuB liegen. Manche Bücher haben sich zwar aufgrund des Klappentexts interessant angehört, daher durften sie einziehen. Jetzt erwischen mich dann aber die Zweifel, ob mir das Buch wirklich gefallen wird. Bestes Beispiel sind die Bücher von Sebastian Fitzek, die bei mir wahrscheinlich nicht eingezogen wären, wenn ich sie nicht geschenkt bekommen hätte ...

"SuB den Sommer" liegt außerdem in den letzten Zügen und ich schätze, ich kann sagen, die Challenge hat für mich und den SuB-Abbau gut funktioniert. Ich habe zwar in der Zwischenzeit aufgehört zu zählen, wie oft ich die Buchtitel zu den Aufgaben auf der Liste ausgetauscht habe, aber egal :).

Beim Buchkaufverbot bin ich zwar gescheitert, aber ich habe im Verhältnis tatsächlich mehr weggelesen, als neu dazugekommen ist. Und solange das so bleibt, ist es gut so. Sich das Kaufen ganz zu verbieten, ist für mich einfach keine Lösung ... Süchtig in Maßen - das klingt zwar nach einem Widerspruch, aber bis jetzt funktioniert es anscheinend :D.

7. August 2017

Vom SuB befreit: Passagier 23

Und wieder einmal möchte ich ein Buch vorstellen, dass ich von meinem SuB befreit habe :). Dieses Mal geht es um einen Titel, der mir zum Lesen ausgesucht wurde ...


Dank der "SuB den Sommer"-Challenge bekomme ich langsam, aber sicher ein Gefühl dafür, warum manche meiner Bücher zum Teil schon so lange subben ... Manche Bücher waren mir einfach zu dick, manche wollte ich zwar lesen, konnte mich dann aber doch nie überwinden, sie in die Hand zu nehmen.

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

Aufgabe fünf war, von den anderen Challenge-Teilnehmern entscheiden zu lassen, welches Buch ich lesen sollte. Ich entschied mich dafür, meine drei bis zu dem Zeitpunkt auf dem SuB befindlichen Fitzeks zur Wahl zu stellen. Das Ergebnis war mehr als eindeutig: Mehr als die Hälft stimmte für "Passagier 23".

Klappentext:
Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff "Sultan of the Seas" – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.

Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der "Sultan" kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der "Sultan" verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm...

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Das Buch fand seinen Weg als Taschenbuch als Geschenk zu mir. Da das Buch im Herbst 2014 erschien, also zu der Zeit, als ich hier zu bloggen begonnen habe, war es damals für mich fast omnipräsent. Und die Frage, was oder wer denn der ominöse Passagier 23 sein sollte, spukte mir immer wieder im Hinterkopf herum :) ...

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Ich konnte mich nicht so recht entscheiden, was ich von meinem SuB lesen sollte, also griff ich die Idee von Kaisu mit dem Buch-Speeddating auf und las drei Bücher etwa dreißig Seiten lang an. Am Ende entschied ich mich für dieses hier, weil ich das Gefühl hatte, dass ich damit nach den letzten Büchern (die wirklich richtig dick waren) gut durchkommen würde.

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Das Setting machte mich neugierig. Ein Thriller auf einem Kreuzfahrtschiff, das wochen- oder tagelang auf dem Meer unterwegs ist, hörte sich einfach mal nach etwas anderem an. Den ersten Dämpfer bekam ich aber schon nach den ersten dreißig Seiten - der Ermittler Martin Schwartz war für mich einfach nicht greifbar und viel zu übertrieben geschildert.

Ich konnte aber auch mit den übrigen Figuren nicht wirklich etwas anfangen. Keine zog mich wirklich so richtig in ihren Bann, als dass ich mit ihr mitfiebern wollte ... Für mich eine deutliche Parallele zu "AchtNacht", wo ich dasselbe Problem hatte.

Was ich allerdings interessant fand, waren die Informationen, die man quasi so nebenher erhielt. Offensichtlich sind Kreuzfahrten eine beliebte Methode, sich das Leben zu nehmen. Weltweit verschwinden immer wieder Personen von Schiffen. Der Ausdruck "Passagier 23" leitet sich daher davon ab, dass statistisch gesehen jeder 23. Passagier spurlos verschwindet.

In Summe fand ich den Thriller durchaus spannend, aber nicht herausragend. Und ein weiteres Mal wird es mir wohl ein Rätsel bleiben, warum Fitzeks Bücher schon so lange so beliebt sind ... In meinen Augen gibt es sehr viele Autoren, die deutlich besser schreiben als er, auch wenn er persönlich sehr sympathisch rüberkommt.

5. Wie hast du das Buch bewertet?

Nach einiger Überlegung habe ich mich für drei Sterne entschieden, weil ich "AchtNacht" ebenfalls drei Sterne gegeben habe und ähnliche Empfindungen bezüglich Plot und Figuren hatte.

4. August 2017

Rezension Jennifer Wellen - Zum Teufel mit dir und der Liebe

Jennifer Wellen und ich - wir kennen uns schon seit ihrem Erstling "Katerfrühstück mit Aussicht". Ich mag Jennifers lustigen und lockeren Schreibstil, deswegen hat es mich auch sehr gefreut, ihr neues Buch "Zum Teufel mit dir und der Liebe" zu lesen.

Zum Inhalt:


Luciana Angeli arbeitet als Assistentin für den Teufel. Obwohl es gewöhnlich ihre Aufgabe ist, Verträge mit Möchtegern-Schauspielern, Sportlern und anderen ehrgeizigen Menschen abzuschließen, trägt ihr der Teufel auf einmal auf, zu verhindern, dass Aaron Selbstmord begeht.

Aaron ist ein junger Arzt und hat vor einiger Zeit seine Familie verloren, deswegen sieht er keinen Sinn mehr im Leben. Obwohl Luciana die Gründe für diese neue Aufgabe nicht versteht, erfüllt sie sie gewissenhaft. Und schon bald kommt ihr Aaron näher, als sie wahrhaben will ...

Meine Meinung:


"Zum Teufel mit dir und der Liebe" ist für mich der erste Roman, in dem Jennifer Wellen das gewohnte ChickLit-Genre verlässt. Denn Engel, Dämonen und Teufel finden sich gewöhnlich in diesem Bereich eher selten.

Aber schon auf den ersten Seiten hat mich die Autorin erfolgreich abgeholt: Gewohnt spritzig und unterhaltsam erzählt sie Lucianas Geschichte, wie diese zu ihrem Job bei Sam, dem Teufel, kam. Und auch der Teufel konnte durchaus gleich am Anfang einige Sympathiepunkte sammeln :).

Der Schreibstil wechselt in der Regel die Perspektive zwischen Luciana und Aaron. Aus diesem Grund fällt es einem nicht schwer, sich mit den beiden zu identifizieren und sie liebzugewinnen. Luciana macht den Job beim Teufel beispielsweise, weil sie ihre Tochter Rory ins Leben zurückholen wollte. Aaron dagegen ist vor allem am Anfang so unglaublich traurig, dass man ihn einfach nur in den Arm nehmen und ihn trösten möchte.

Jennifer Wellen gestaltet aber auch ihre Nebenfiguren sehr sympathisch, vor allem die Nachbarin Wendy und Tochter Rory tragen zeitweise ein ganz schönes Stück der Geschichte mit. Ein paar Dinge werden zwar recht vereinfacht dargestellt (dass sich Luciana und Aaron eigentlich über ein paar Ecken bereits kennen könnten), hinterlassen aber keinen zu konstruierten Eindruck.

Wer gerne Krimis liest, wird sich übrigens ebenfalls freuen, denn sogar ein paar Krimi-Elemente hat Jennifer in die Geschichte hineingepackt. Diese spielen zwar nur am Rande eine Rolle, sorgten aber dafür, dass ich als Fan des Genres zusätzlich bei der Stange gehalten wurde.

Lediglich mit dem letzten Viertel der Geschichte konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Dieser Plottwist wirkte auf mich ein bisschen zu gewollt und zu dramatisch, um wirklich glaubhaft zu sein. Die Komik auf den allerletzten Seiten versöhnte mich dann allerdings wieder, weshalb ich das Buch trotzdem mit einem guten Gefühl beenden konnte.

Mein Fazit:


"Zum Teufel mit dir und der Liebe" ist eine romantische und spritzige Liebesgeschichte im Urban-Fantasy-Bereich, bei der aber auch die Komik nicht zu kurz kommt. Perfekt für heiße Sommertage, wenn man etwas Lockeres und Leichtes lesen möchte! Lediglich der letzte Plottwist sagte mir nicht so sehr zu ...

  • ★★★★
  • E-Book
  • 243 Seiten
  • Feelings
  • 978-3426445051