1. Mai 2017

Tops & Flops / 04.2017

Ein Teil von mir hat es schon geahnt, dass im April irgendetwas beim Lesen zu kurz kommen würde, allerdings hätte ich nicht gedacht, dass es ausgerechnet die Hörbücher sein würden ...


Normalerweise gelingt es mir ja wenigstens, ein Hörbuch zu beenden, aber nicht einmal das habe ich in diesem Monat geschafft. Ich habe einzig und allein ein Hörbuch ein bisschen weitergehört, aber bis ich "The Definitive Collection of Sherlock Holmes" beenden werde, wird es noch eine Weile dauern (71 Stunden Hörstoff schaffe ich nicht mal eben am Stück).

Top des Monats: Gelesenes

Beim Toptitel hatte ich dieses Mal ein wenig zu grübeln, denn sowohl Kerry Drewerys "Marthas Widerstand" als auch der neue Band aus der CyberWorld-Reihe von Nadine Erdmann haben hier um den Sieg gefochten :). Am Ende hat aber "Marthas Widerstand" den Sieg davon getragen, weil dieses Buch eigentlich nicht nur Unterhaltung ist ...


Es stellt auch gleichzeitig Dinge in Frage, es regt dazu an, sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen kritisch auseinanderzusetzen. Ein Buch von der Art, von denen es noch viel mehr geben sollte! Eine Rezi, wo ich auf die Geschichte im Detail eingehe, findet ihr hier.

Top des Monats: Gehörtes

In diesem Monat muss ich hier tatsächlich das erste Mal auslassen, seit es die "Tops & Flops" auf meinem Blog gibt. Aber wo nichts ist, kann ich auch nichts vorstellen. Hoffen wir mal, dass es im Mai wieder besser klappt mit dem Hören ...

Flop des Monats

Sehr eindeutig ist auch dieses Mal der Flop des Monats ausgefallen. "Paper Princess" ist zwar im Vergleich zur "Trinity"-Serie nicht ganz so durchgefallen, aber dafür gibt es hier einige andere Dinge, die ich persönlich sehr bedenklich finde. Eine Rezension zu dem Buch findet ihr hier.


Es ist eine Sache, als Autor körperliche Übergriffe, Sexismus und Gewalt in einem Buch anzusprechen, aber eine ganz andere, diese als normal dazustellen und nicht in irgendeiner Art und Weise zu verurteilen ... Und dies ist offensichtlich ein Trend, der sich jetzt in Büchern, die Jugendliche ansprechen, zu häufen beginnt.

Dass hier Gesprächsbedarf vorhanden ist, zeigen auch die zum Teil sehr heftigen Reaktionen auf den Blogartikel "Gewaltverherrlichung – Oder: die Buchwelt schockt uns!", den Kerstin und Janna vor einer Woche ca. auf ihrem Blog veröffentlicht haben.

13 Kommentare

  1. Dein Flop-Buch des Monats ist auch bei mir auf der Liste der durchgefallenen Bücher gelandet - aus den bekannten Gründen.
    Immerhin scheint sich daran doch eine lebhafte Diskussion zu entzünden, was mir gut gefällt. Auch wenn die Fronten schon manchmal etwas verhärtet sind und nnur noch dumpf Parolen wiedergegeben werden, scheint sich doch bei manchen Leser/innen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und eine etwas kritischere Betrachtung zu verbreiten. Dafür hat es sich doch schon gelohnt, sich durch das Buch zu quälen.

    LG Gabi

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    1. Offensichtlich! Und grundsätzlich finde ich es gut, auch wenn ich die Meinungen einiger Diskussionsteilnehmer nicht wirklich nachvollziehen kann. Denn das bedeutet, dass auf diese Weise wenigstens ein Bewusstsein für die Fragestellung geschaffen wird ...

      Liebe Grüße
      Ascari

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  2. Hi!

    Ich hab die Diskussionen um Paper Princess auch verfolgt. Ich muss dazu sagen, dass ich das Buch nicht gelesen habe, finde aber die Reaktionen zu übertrieben. Ich kann mir einfach ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Jugendliche nicht entscheiden können, ob das Verhalten gut oder schlecht ist? Oder ob sie das "nachahmen" möchten oder nicht...

    Wir haben doch damals in jungen Jahren auch Bücher gelesen und Filme geschaut, die wir vielleicht nicht hätten lesen und schauen sollen, also ich hab damals schon einschätzen können, was davon gut ist oder nicht.

    ABER wie gesagt, ich hab es nicht selber gelesen und kann es daher schlecht einschätzen. Und obwohl die Handlung mich an sich nicht anspricht, werde ich das wohl doch mal lesen, alleine, um mir meine eigene Meinung darüber bilden zu können. Ich bin gespannt.

    Liebste Grüße, Aleshanee
    Mein Monatsrückblick

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    1. Achja, was ich noch sagen wollte, ich seh das auch nirgendwo als "Jugendbuch" eingestuft, sondern als "erotische Geschichte" ;)

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    2. Da würde ich gerne einer Antwort von Ascari vorgreifen: Dieses eine Buch, wie so viele andere werden von Autoren ab ca. 16 empfohlen und sind mitunter in verschiedenen Buchhandlungen zu finden. Auch die Vermarktung zielt auf junge Leser ab - aber dies ist nur ein Teil der Kritik bestimmter Szenen solcher Bücher. Und es hat auch nichts damit zu tun, ob zwischen Fiktion und Realität unterschieden werden kann - es geht um um die Darstellung von Gewalt, Übergriffe, Macht und Kontrolle - eingebettet in Romantik, Liebe & Erregung. Ein sensibles Thema, welches romantisiert und von LeserInnen geliebt wird

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    3. Wem ich antworte ich denn hier zuerst? :D

      Aleshanee: Ich habe dieses Mal im Text bewusst den Ausdruck "Jugendbuch" vermieden :). Denn der Genre-Stempel ist irgendwie irreführend, finde ich. Erotische Geschichten werden mittlerweile gleichermaßen von Jugendlichen wie von Erwachsenen gelesen, schätze ich.

      Warum ich es nicht gut finde, hängt mit folgendem zusammen: Medien (und dazu gehören auch Bücher) beeinflussen uns, auch als Erwachsene - ob wir das wollen oder nicht. Und je häufiger solche (verbale) Gewalt romantisierend beschrieben wird (ohne dass sie entsprechend kritisch wahrgenommen wird), desto normaler wird uns das im Lauf der Zeit vorkommen. Das ist ein schleichender Prozess, der hier eingesetzt hat, ohne dass er bisher groß thematisiert wurde ...

      Und schon deswegen ist es gut, dass jetzt darüber gesprochen wird, auch wenn es bestimmt viele Wortmeldungen gab, a) die ich gar nicht mitbekommen habe und b) die wahrscheinlich vom ursprünglichen Thema abgewichen sind.

      Janna: Ich bin hier ganz bei dir - aber das weißt du ja schon :).

      Liebe Grüße
      Ascari

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  3. Oh ja, auf "Marthas Widerstand" hast du mich bereits neugierig gemacht und ist bereits auf meiner WuLi!

    Schön das auch du die derzeitige Diskussion mit einem klaren Statement aufgreifst und lieben Dank auch hier nochmal für die Verlinkung!

    Hab einen mukkeligen Feiertag!
    Janna

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    1. Liebe Janna,

      "Marthas Wiederstand" kann ich nur empfehlen. Hoffe, dass das Buch nicht lange auf deiner WuLi bleibt ;).
      Und was die Verlinkung betrifft: Bitte gerne!

      Liebe Grüße
      Ascari

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    2. Na ich glaube ein wenig muss es da verweilen - das wird sonst nie was mit dem SuB :D

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  4. Liebe Ascari,

    ich finde es sehr gut, dass die Diskussion auf KeJas-Blogbuch zum Thema entstanden ist. Schade aber, dass doch reichlich Leser, den tiefsinnigen Hintergrund der Fakten überlesen haben und auf Punkten herumreiten, die nie ein Thema waren. Auch die ganzen Beiträge die nun aus dem Boden sprießen, halte ich größtenteils für mächtig überspitzt, aber ich freue mich über die Beiträge, bei denen Leserinnen beginnen das Gelesene zu reflektieren.

    Liebe Grüße

    Nisnis

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    1. Das ist mir auch aufgefallen, dass die Diskussion auf zum Teil ganz andere Details umgeschwenkt ist. Lässt sich aber wohl nicht verhindern, wenn sich viele Leute innerhalb kurzer Zeit schriftlich zu Wort melden ... Trotzdem pflichte ich dir bei, was das Gefühl angeht, dass durch die Diskussion einige Leute angesprochen wurden, die bisher gar nicht darüber Bescheid gewusst haben.

      Liebe Grüße
      Ascari

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  5. Hallo :)

    oh nein, alle schwärmen sie von "Marthas Widerstand" xD... Ich befürchte es muss doch auf meine Wunschliste wandern.

    "Paper Princess" reizt mich so überhaupt gar nicht. Ich mag dieses Bild, das dort von Frauen oder jungen Mädchen vermittelt wird nicht. Diesen Trends kann ich auch so gar nichts abgewinnen, deshalb probiere ich es gar nicht erst. Wahrscheinlich würde ich mich nur aufregen ^^'. Sowas möchte ich nicht lesen.

    Ich wünsche dir einen schönen Start in den Mai ♥
    Liebe Grüße
    Insi Eule

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    1. Na, wenn so viele schwärmen, muss ja was dran sein ;).

      "Paper Princess" war ja ein #bbfliest Buch. Ob ich es sonst gelesen hätte, weiß ich nicht, wahrscheinlich aber nicht so kurz nach "Trinity" ... Möglicherweise hätte mich aber auch die Diskussion neugierig gemacht, die Janna und Kerstin angerissen haben - ich kenne mich :D. Ich bin halt immer der Meinung, ich kann nur dann etwas berechtigt kritisieren, wenn ich es auch gelesen habe.

      Dass du diesen Büchern nichts abgewinnen kannst, verstehe ich aber sehr gut. Viele dieser Geschichten sind aktuell schon sehr, sehr stark mit Klischees versehen, vieles wirkt auf mich außerdem wie der Klon des Klons des Klons ...

      Auch dir einen schönen Start in den Wonnemonat!
      Liebe Grüße
      Ascari

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