Handlettering der Buchblogger / 09.2017

Vor einiger Zeit stieß ich bei Nisnis von Nisnis Bücherliebe erstmals auf die Aktion "Handlettering der Buchblogger", die diese zusammen mit Tanja und Leni veranstaltet. Und was soll ich sagen? Meine Neugier war geweckt. Schon eine ganze Weile bewunderte ich Nisnis' schöne Zeichnungen, die sie ungefähr einmal im Monat auf ihrem Blog postet.


Und die Idee gefiel mir, warum nicht Handlettering und Bloggen miteinander verbinden? Zugegeben die Frist bis Ende September war jetzt für das erste Thema etwas kürzer, aber ab und zu reizen mich Herausforderungen durchaus. Denn - ich und Handlettering? Ob ich so etwas auch zusammenbringe?

Das Thema lautete:

Lettere den Titel eines Buches aus deinem Buchregal neu.

Einige Ideen hatte ich schon, wenn auch keine davon dem entspricht, was die meisten so unter Handlettering verstehen ... Wobei ich allerdings gelernt habe, dass es nicht unbedingt um "kalligraphische" Schriften gehen muss. Eigentlich zählt alles zu Handlettering, wo es darum geht, Buchstaben zu zeichnen. Wie man das umsetzt und mit welchen Materialien, ist egal.

Die erste konkrete Vorstellung entstand, als ich abends daheim einen Blick auf mein Bücherregal warf, in dem unter anderem einige Bücher von Ursula Poznanski friedlich nebeneinander "hausen". Die Titel bestehen - bis auf einige Ausnahmen - ja immer aus einem Wort. Und ein einzelnes Wort, hmm ... Der nächste Gedankenschub kam, als ich mir die Titel genauer anguckte und mir dachte, dass ja jeder eine Bedeutung hat, egal ob man die sofort versteht oder erst nachschlagen muss.

Am Ende entschied ich mich für "Layers", obwohl auch ihr aktuelles Buch "Aquila" in die engere Auswahl gekommen ist (Mehr als den Entwurf habe ich aber dafür noch nicht geschafft).

Das Buch

Layers – die Wahrheit ist vielschichtig.

Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun?
In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält.
Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt.

Von allen Jugendbüchern von Ursula gefällt mir von der Gestaltung her dieses Buch immer noch am besten, habt ihr es schon mal in der Buchhandlung in der Hand gehabt? So richtig toll kommt das ja tatsächlich nur in der Printausgabe rüber ... Layers ist aber auch das englischeWort für Schichten oder Ebenen. Wer mit Grafikprogrammen zu tun hat, weiß, was ich meine :).

Was lag da ferner als zu versuchen, den Titel selbst in solchen Ebenen zu gestalten?

Nach ein paar Entwürfen mit Bleistift am Notizblock (Es lebe der Radiergummi!) hatte ich meine Ebenen endlich so weit, dass man sowohl die Buchstaben als auch die Ebenen als solche erkennen bzw. lesen konnte. Die richtigen Abstände der Ebenen zueinander zu finden, war nämlich doch nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt habe ...


Dann der Übertrag auf weißes Papier, mit Linienblatt dahinter ließ sich das Motiv relativ gut und schnell vorzeichnen. Die nächste Überraschung kam (Nicht vergessen, ich bin ja absoluter Frischling :)) mit den Stiften bzw. dem Papier - ich glaube mir ist noch nie aufgefallen, wie sehr wasserbasierte Filzstifte von Druckerpapier aufgesaugt werden ...


Mit dünnem Fineliner vorzeichnen und mit dem dickerem Stift ausfüllen hat aber immerhin so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Einzig und allein mit dem Papier muss ich mir was überlegen, das macht keinen Spaß, wenn man an den Ecken immer so dicke Punkte hat, wo man den Stift ansetzt.

Da ich mir aber vorgenommen hatte, das Motiv zu digitalisieren, dachte ich mir, kann ich es ja noch ein bisschen nachbessern :). Und das ist jetzt das fertige Ergebnis:
Ich schätze, für mein allererstes Mal braucht es sich nicht zu verstecken. Was meint ihr?

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