Vom SuB befreit: Todesreigen

Ich habe wieder einmal ein Buch vom SuB befreit. Okay, das klingt jetzt so, als ob es wirklich lange dort gelegen hätte (dem war nicht so), aber eigentlich wollte ich es ja gar nicht erst dorthin befördern ... Ein Buch eines Lieblingsautors am SuB? Eben!


Es haben sich in letzter Zeit allerdings einige Rezensionsexemplare eingeschlichen, da mussten sogar die Lieblinge einige Zeit zurückstehen.

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

Endlich durfte "Todesreigen" von Andreas Gruber dran glauben, der aktuell vierte Teil der "Todes"-Reihe des Autors.

Klappentext:
Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez - Kommissarin und Ausbilderin beim BKA - misstrauisch.

Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen.

Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auzulöschen ...

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Da ich mittlerweile den Veröffentlichungen von Andreas' Bücher in der Regel schon entgegen fiebere, braucht es gewöhnlich nicht lange, bis ich in die Buchhandlung pilgere, mir die Bücher abholen. Tja, und dann drängten sich diverse andere Bücher leider (wieder einmal) vor ...

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Im September passte es hervorragend zum aktuellen Thema der Motto Challenge (Gesichter bzw. Tiergesichter) - und es liegt nur noch ein Rezi-Ex hier ...

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Obwohl gut ein Jahr vergangen ist, seit ich den Vorgänger "Todesmärchen" gelesen hatte, war ich sofort wieder drin. "Todesreigen" setzt einige Zeit nach den Ereignissen ein, wo wir Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez verlassen haben. Ich gehe jetzt bewusst nicht näher darauf ein, da der vierte Teil zwangsläufig schon spoilert, wenn man die vorigen Teile - vor allem "Todesmärchen" - nicht kennt.

Wie schon von Andreas gewohnt, katapultiert er einen unmittelbar in die Handlung, einen ersten Schockmoment hatte ich schon nach den ersten 30 Seiten ... Danach wird das Tempo allerdings etwas ruhiger, es gibt wie schon im letzten Teil zwei Zeitebenen, auf denen wir erfahren, was Ende Mai bzw. Anfang Juni passiert.

Aufgrund der Ereignisse aus Teil 3 ist Sabine gezwungen, erst einmal alleine zu ermitteln bzw. sich neue Helfer zu suchen. Maarten dagegen kocht sein eigenes Süppchen, dies zeigt sich vor allem in der zweiten Hälfte des Romans sehr deutlich. Sogesehen nichts Neues, trotzdem darf er eine neue Seite von sich zeigen, die ich sehr spannend fand.

Überhaupt hatte ich dieses Mal das Gefühl, dass Andreas ganz bewusst alle bisherigen, bereits liebgewonnenen Fakten, Figuren etc. durcheinander würfelt, um etwas Neues zu schaffen. Sicherlich nicht so einfach für alle, die sich an bestimmte Dinge gewöhnt haben.

Und auch wenn sich die eine oder andere nicht nachvollziehbare Einzelaktion eingeschlichen hat, schaffte es Andreas erneut, dass ich vor allem ab der Mitte immer mehr das Tempo beim Lesen anzog (obwohl ich mir wirklich vorgenommen hatte, dieses Mal langsam zu lesen, tja, das hat wohl nicht sollen sein).

5. Wie hast du das Buch bewertet?

Wie immer bin ich durch die Seiten fast nur geflogen, daher bekommt das Buch von mir trotz einiger kleiner Mängel vier Sterne. Tipp: Unbedingt die früheren Teile vorher lesen, sonst tut man sich nur unnötig schwer!

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